Antwerpen.

Dass wir nach der Odyssee nach Puurs heute noch in Antwerpen landen würden,
hätte ich nicht gedacht.
Aber hier sind wir.
An diesem pompös schönen Bahnhof,
bahnen uns den Weg durch die Stadt
ans Wasser.
Im Gegensatz zu Brüssel gibt es hier nämlich wirklich Wasser.
Wir machen Pause am Ufer.
Neben uns fotografieren Tinder-Boys sich selbst von ihrer Schokoladenseite.
Auf dem Wasser fährt ein Partyboot im Kreis.
Wir entkommen einem Wolkenbruch.
Auf einer Brücke machen die Einen kitschige Hochzeitsfotos,
während die anderen unter der Brücke noch Junggesellenabschiede feiern.
Ja, auch hier hat sich das Bierbike irgendwie durchgesetzt.
Wir machen ein unkitschiges, albernes Selfie von uns selbst auf der Brücke, auf der andere kitschige
Hochzeitsfotos von sich machen lassen.
Leider ist das Brautpaar nicht mehr auf unserem Foto gelandet. Mist.
Wir essen Bolo im Via Via Reisecafé. Ja genau, das gibt es auch in Brüssel.
An uns brettert immer wieder eine Tram vorbei.
Ganz schön schmale Straßen dafür.
Aber – why not?!
Mit nicht ganz dem letzten Zug fahren wir nach einem langen, heißen Tag wieder zurück nach Brüssel.
Meine Mitbewohnerinnen sitzen dort auf der Straße rum.
Drinnen ist es zu heiß und wir haben weder Terrasse noch Garten.
Wir retten Airbnb-Touristen vor dem Aussperre-Tod
und die Polizei fragt uns, warum wir so auf dem Gehweg rumsitzen.
Die Polizei in Brüssel hat hier nämlich nichts anderes zu tun, als sowas zu fragen.
Die richtige Antwort auf ihre Antwort wäre „why not?“ gewesen.
Aber das hätten sie sicher nicht verstanden…
Bonne nuit aus BXL.