Auf Stippvisite beim Europäischen Gerichtshof

Luxemburg, frühester Morgen, eigentlich mitten in der Nacht.
Als wir aus dem Bus aussteigen, könnte hier auch Transsilvanien sein, jedenfalls Fledermausland, so dicht ist der Nebel, so wenig sieht man von Luxemburg.
Ein Ausflug mit der Meisterklasse in die heiligen Hallen. Es lässt sich aushalten hier. Eher wie ein Museum für moderne Kunst und Bauhausstil, so mutet er an, der Herr EuGH.
Einen Fall dürfen wir anschauen. Es geht um Blumen und Autobahnen und um die Perücke der britischen Anwältin. In den Dolmetscherkabinen redet man sich den Mund fusslig.
Gericht international geht eben so.
Danach: Der Vizepräsident Herr Lenaerts empfängt uns, wir essen zu Mittag mit ihm und selbst auf Tellern und Tassen ist ein Curia gedruckt. Ja, ja, es lässt sich aushalten beim EuGH.
Freizeit in Luxemburg ist immer noch Freizeit in Transsilvanien. Auch am späten Nachmittag sieht man vor dichtestem Nebel die Hand vor den Augen nicht mehr. Vielleicht ist Luxemburg eigentlich ganz schön, man sieht es heute bloß nicht.