Ausflug zum EU-Gipfel

Ein Minipraktikum beim Fernsehen.
Mitgehen, wenn die Staats- und Regierungschefs diplomatisch guten Tach sagen und über die Themen der Welt reden.
Zusehen, wie ein Bericht für die Tagesschau entsteht oder der Bericht aus Brüssel aufgezeichnet.

Der Gipfel überschattet von den amerikanischen Spionierfreunden und der NSA. Ein Skandal deshalb, weil es dieses Mal Frau Merkels Handy war und nicht mehr bloß deins und meins. Absolut verständlich.
Liveschalte.
Das Gebäude des Europäischen Rats, so hässlich es ist, wird vier Mal im Jahr auch zum Hotel für Journalisten.

Eingefercht in kleine Kajüten wimmelt es hier wie auf einem Flughafen voll mit Leuten aus der ganzen Welt.
Dort sitzt der Print, hier das Fernsehen und irgendwo im Keller der Hörfunk. Um den Rat herum ist weiträumig alles abgesperrt. Von außen kann man den Presserummel nur erahnen.
Ich spaziere jetzt trotz des Trubels einfach nach Hause.