En vecka i Stockholm.

I. 
onsdag
Angekommen. Es ist mittags um 12. Auf dem Hötorget treffe ich Mikael und Magnus. 
Wir essen Fischsuppe zum Lunch und sehen uns wieder. Ich berichte. Sie berichten. 
Und gehen dann wieder zur Arbeit. 
Abends treffen Mikael und ich Johannes am Medborgarplatsen. 
In der Götgatan gibt es Gatupoesi – Straßenpoesie. 
Papierfetzen und ein roter Filzstift.
Zwei ältere Frauen stehen davor und freuen sich. Sie basteln einen Satz. 
Schön: Oskuld Hipster. 
Wir kochen bei Mikael Spaghetti und machen ein Feuer im Ofen. 
Välkommen till Stockholm. 
Ich bleibe eine Woche. 
 Straßenpoesie in der Götgatan
Kaminfeuer bei Mikael
II. 
torsdag
Ein Ausflug in die Gamla Stan. 
Ich stehe auf dem Stortorget vor der Svenska Akademi, kurz nachdem der Nobelpreisträger für Literatur bekannt gegeben wurde. 
Daran denke ich, denn im Obergeschoss der Akademi brennt so viel Licht. Ich frage mich, worüber da oben grad geredet wird. 
Einige Dinge ändern sich doch. 
Stockholm Stadsmission, bislang vor allem durch Second Hand Läden in der Stadt bekannt, machen jetzt auch Brot und Mittagsstuben. Hübsch, schon von außen. 
Abends treffe ich Johannes am St. Eriksplan. Wir sind zu einer Vernissage eingeladen
und treffen dort Per, einen Freund von Johannes. 
Wein trinken wir und sprechen über Kunst. Ich bin nicht sicher, ob ich was von Kunst verstehe. 
Grillska Husets Brödbod – Stockholm Stadsmission

Choklad- und Kaffekoppen am Stortorget

1 up

DesignTorget

Plattan Sergels Torg

Per Josephson – Vernissage in der Vasastad

Schinken und Käse mischen und dann ab in die Tube damit. 
III. 
fredag
Ich spaziere allein durch die Stadt, die mir so gut bekannt ist. 
Im Park an der Stadsbibliotek skaten Jungs im ehemaligen Parkteichbecken. Warum auch nicht. 
Ich sehe ihnen Godis essend dabei zu. 
Abends gehen Mikael, Johannes und ich zu Ellies Einweihungsparty. 
Als wir kommen, sollen wir ein Los ziehen. 
Jedes Los ist eine Botschaft. Wir lesen sie laut in der Runde der Reihe nach vor. 
Ich bin aufgeregt, als ich meines vorlese. Ich traue meiner schwedischen Aussprache vor Muttersprachlern nicht so recht. 
Die Botschaft aber ist erfreulich. Ich werde mal zur Nobelpreisverleihung eingeladen sein steht darin. 
Ich und meine Familie mit meinen vier Kindern. Warum, fragst du dich? Du hast den Literaturnobelpreis gewonnen. Grattis! 
Später löst sich die große Runde in kleinere auf. 
Ich sehe Martin wieder, der auch für eine Zeit in Berlin gewohnt hat, und lerne seine Freundin Nathaly 
aus San Francisco kennen. Sie erinnert mich so sehr an Miranda July. Verrückt. 
Es ist spät, als wir gehen. Morgen wollen wir alle Horrorfilme bei Martin schauen. Na dann?
Skater an der Sveavägen.

Prinsesstårta in Gallerian.

Das große Los? 
IV.
lördag
Morgens weckt die Sonne durchs Fenster. Es soll ein toller Herbstsamstag werden.
Mikael, Johannes und ich gehen ins Moderna Museet zur Picasso vs. Duchamp Ausstellung. 
Am Ende sind wir von der Ausstellung enttäuscht. 
Die Aussicht vom Moderna Café jedoch entschädigt. 
Abends fahren Johannes und ich zu Martin und Nathaly. Auch Marc und seine Freundin Angel sind da. Unser Horrorfilmabend. Rosemary’s Baby. Und Katzenvideos auf Youtube. 
Johannes im Herbstlaub am Södra Teatern.
Slussen.
Johannes & Mikael.

Kunstinstallation vor dem Moderna Museet.

Schokokuchen im Moderna Café.

Die Leute und die Aussichten.

Johannes. 
und die Aussicht.
eine enttäuschende Ausstellung.

Wolfgang Tillmans Fotografie.

Coca Cola & Stomatol.
V.
söndag
Regen und Sonne. Über die Altstadt zieht sich ein langer Regenbogen. 
Mit einem Schiff vom Stadshuset aus fahren wir nach Drottningholm zum Schloss. 
Als wir wieder in Stockholm landen, regnet es in Strömen. 
An Mikaels Ofen wärmen wir uns auf. Und kochen mit Andreas und Katharina Potatismos mit Kötbullar. Wir sind gemütlich. 
Spät fahre ich zu Vroni. Auch in Stockholm schauen wir Tatort und trinken Rotwein auf 
Vronis Couch. 
In Rainbows.

Stadshuset.

Drottningholm.

Mikael.

Tunnelbana.
VI.
måndag
Es regnet. Ohne Ende. 
Mit nassen Füßen essen wir bei Hermans, dem vegetarischen Bistro an den Söderklippen, zu Abend. 
Am Ende platzen die Bäuche. 
Zuhause hauen wir uns unter die Decke und schauen blöde Filme. 
Slussen.

Hermans.
VII. 
tisdag
Abschied. So schnell vergeht eine Woche. 
Ein langer Spaziergang von Södermalm nach Djurgården. 
Die Sonne beleuchtet das Herbstlaub. 
Als sie untergegangen ist, kochen wir mein Abschiedsessen. 
Wir reden über dieses und jenes und blicken in unsere vom Kerzenlicht warmen Gesichter. 
Ein paar wenige Stunden noch, dann muss ich los. 
Es war schön. Mal wieder. 
Blue Bernstein. Oder Doppelpunkt? 

Mäster Mikaels gränd.

Der Blick nach Gamla Stan.

Die Möwen vor den Söderklippen.

Hausboote vor Djurgården.

Johannes.

Mikael. 
Tack & Vi Ses.