Interpol.

Es gibt diese Bands, die dich zurückwerfen in vergangene Zeiten.
Dazu gehören the Strokes. Arctic Monkeys auch. Aber sicherlich auch Interpol.
Zurück in die Zeit, in der du 16 warst, vielleicht älter.
So genau weißt du es gar nicht.
Aber die Musik lässt sie dich nachfühlen, die Zeit von damals.
Als du ein Indie-Mädchen warst und in den Karrera Klub gingst.
Damals gab es den Magnet noch. Heute ist dort, wo der Magnet war, eine Bio Company.
Und du bist auch nicht mehr das Indie-Mädchen von damals. 16 sowieso nicht mehr.
Heute spielen Interpol auf dem absolut mega kommerziellen, weil von u.a. BMW gesponserten, Pure & Crafted Festival in Berlin.
Riesen Bühne vor altem Kraftwerk in Rummelsburg.
Homogenes Publikum zum homogenen Hipster-Interesse.
Du bist nur für Interpol angereist und hast dich dem Rest nicht ausgeliefert.
Vielleicht doch, als du das krasseste Feuerwerk deines Lebens miterlebt hast.
Aber sei es drum. Interpol sehen willst du und deshalb bist du hier.
Sie spielen das gesamte Album „Turn on the bright lights“. Denn dieses ist zehn Jahre mittlerweile alt.
Dem damaligen Cover entsprechend der Bühnen-Aufbau. Eine rot angestrahlte Leinwand.
Davor Paul Banks und Band.
Damals hast du „Slow Hands“ geliebt und liebst es noch immer.
Der letzte Song ist „Evil“ und du vergießt innerlich Freudentränen.
So schön ist es.