Ixelles

Mit Pavel im Szenebezirk Ixelles. Als „Local“ zeigt er mir die Stadt.
Kaffee im Delecta, wo es drinnen aussieht wie in einem Daily im Amerika der 60er Jahre.
Auf einen Spaziergang zum La Cambre, ehemals Kloster, jetzt Architektur- und Designhochschule.
Im Park spielen Pfadfinderkids. Eines wird mit herab gefallenen Blättern gespickt.
Los, eins noch, dann siehst du aus wie ein Baum.
Im Klostergraben schwimmen Goldfische. Sie stechen heraus.
Und dann zurück zum Place Flagey.
Das Café Belga ist Brüsseler Hipstertreffpunkt, sagt Pavel.
Und tatsächlich, es ist am Sonnensonntag gut bevölkert vom Sonnenbrillenvolk.
Wir gehen nicht rein.
Wir kaufen uns Jupiterbier beim Paki, was man aber gar nicht sagen soll, also nennen wir es Späti und trinken unser Bier auf den Holzbänken des Platzes.
Vielleicht zum letzten Mal für dieses Jahr speien die Föntänen auf dem Platz Wasser.
Ein Kind fährt immer wieder mit dem Fahrrad hindurch und ist am Ende ganz durchnässt.
Nicht, dass das abzusehen war!
Die Pommes von Flagey schmecken ähnlich gut wie die an la Chapelle.
Wenn das so weitergeht, verwandeln wir uns in eine große Kartoffel.

Das Les Penates ist ehemals Fleischerei gewesen. Heute ist es von Spaniern betriebene Bar.
Wir essen Hummus und trinken Bier dazu.
Wie kommt es nur, dass das belgische Bier so schnell betrunken macht?
Das werden wir heute nicht mehr herausfinden.
Bonne nuit.