Just an ordinary Freitag.

Sonne.
Vielleicht einer der letzten Tage mit ihr.
Pfeifend fahren wir Rad.
Auf dem Türkischen Markt gibts die größten Kürbisse der Welt.
Aber auch noch Wassermelonen.
Dazwischen also, zwischen Sommer und Herbst, das waren wir heute.
Die Straßen voller Menschen. Sie sind gut drauf. Die Cafés sind voll. Man sitzt heute noch draußen.
Am Ende des türkischen Markts tanzen eine Frau und ein Mann Capoeira in Zeitlupe.
Ein Mann und eine Frau spielen Geige dazu. In Zeitlupe.
In Elenas Zimmer essen wir Schokoladentorte und trinken Kaffee und träumen von New York.
In Keksform gibt es immerhin schon Freiheitsstatuen. Mehrere.
In der Sonne warte ich bei den tanzenden Zeitlupencapoeiras auf Irene.
Ich hab ihr Elenas Freiheitsstatuenkeks mitgebracht.
Während ich so warte, fährt mir Eduardo mit seinem Peugeot-Rennrad entgegen.
Ein Küsschen auf die Wange drückt er mir und radelt weiter.
Irene kommt und wir bummeln herum.
Aus Ananas und Gurke wird heute noch Ananas-Gurken-Chutney.
Am Kotti trennen sich die Wege. Irene dahin, ich dorthin.
Zuhause klingelt Melissa. Sie ist wieder da, war kurz weg, schön dich zu sehen!
Ich besuche Karo und die Kinder. Sie hüpfen auf uns, hüpfen auf dem Bett.
Währenddessen ist die Sonne untergegangen. Noch vor 8.
Just an ordinary Freitag. Aber ein schöner.