Midsommar på Åland.

Wegen Midsommar ein paar Tage früher aus Brüssel gekommen.
Ein schönes Wiedersehen mit Stockholm, dem besten aller J.s und all der
anderen Stockholmer Freunde.
Mit der Fähre geht es nach Åland.
Alle kaufen Bier im twentyfour’er.
Tax free und so.
Mit dem Taxi zu K’s Sommarstuga.
In unserem gibt’s Sternenhimmel.
Es gibt Sill und Snaps, der gute Aquavit.
Nach zwei oder dreien davon singt selbst D. in fließendem Schwedisch
die Midsommarlieder mit.
Es wird nicht dunkel.
Nein, es wird nicht dunkel.
Nicht um Mitternacht und nicht danach.
Es wird nur wieder heller.
Mutige nehmen die Sauna kurz vorm Schlafen gehen.
Wir sind alle mutig.
Die Ostsee ist Abkühlung danach.
Wir puzzlen und wir spielen Spiele.
Entschleunigung auf der Insel.
Im Femkamp, Fünfkampf, verlieren wir nur knapp.
Ich glaube, es liegt an M.s perfekter Maibauminterpretation.
Immerhin um ihn tanzen die Kinder im Ringelreihn.
Um unseren zugegeben etwas sexistisch gestalteten A. tanzt keiner.
Aber immerhin schält niemand so gut wie wir eine Kartoffel mit einem Hammer.
Und keiner spuckt Gummitiere so weit wie wir. Wirklich.
Am Midsommarabend das alte Spiel.
Ein Fest im Hotel.
Eine Coverband spielt besser als die Origniale.
Und Michael Jackson lebt. In echt ist er blond und keine 20 und heute Abend auch hier.
D. bekommt Komplimente von hippen Schweden-Teens.
Sein Shirt sei „very hip in Sweden“.
Wenn der wüsste, dass das in Brüssel mindestens genauso hip war.
Midsommar mit den besten.
Als wir nach Hause kommen, ist das Licht noch mystischer als sonst.
Die See ist still, ein Spiegel so glatt.
Twitter- und Hashtagbenutzer würden dazu „no filter“ sagen.
Keine Worte für so viel schön.
Es könnte ewig so weiter gehen, warum bleiben wir nicht hier?
Aber kaum ausgesprochen sitzen wir auch schon wieder im Flieger nach Hause.
Tack så mycket für dieses wunderbarste aller Midsommarfeste!

förra år: http://zwischenseite.de/midsommar-auf-aland/