aus dem Zusammenhang. Gerissen.

2. Dezember 2011.

Hast du gut geschlafen?
Es ist 7.
Ja, da konntest du doch ausschlafen.
Ja. Ach, egal.

Ich möchte eine Technikausbildung machen. Was meinste?

Im November hat es nicht geregnet.
Heute regnet es. Es muss an dir liegen.

Hier hast du eine Praline.

Nächste Woche kommt wieder ganz viel Jimi Hendrix.

You are one of the most beautiful girls I ever met.

What time is it in Berlin?

Hallo! Setz dich doch in die Küche, du Monster!

Ich möchte meine Mutter anrufen.
Aber ich bin deine Mutter.
Nein!
Doch…

Es ist alles so wie befürchtet. Mittel.
Nein, schlimmer!

Und wer bist du?
Ich studiere Psychologie.
Ahja. Interessant.

Well, I don’t want no sugar in my coffee.

Gute Nacht. Ich küsse dich.

Ein Abend an der Theaterbar.

Holger an der Theaterbar schmeißt ’ne Chris de Burgh-Fete.

Er reißt die Arme hoch und zeigt mit dem Zeigefinger den Rhythmus an. 
Alle gehen mit. 
Ingo spielt Luftgitarre und Luftschlagzeug. Zeitgleich. Das kann nur er.
Don Kamiesi flörtet mit der Lady in Red anna Bar. 
Ein anderer Gast singt ins Bierflaschen-Mikrofon. 
Die Stimmung ist so 80s, die Frisuren der Leute ebenfalls. 
Die Drums kommen vom Band, aber die Leute am Tresen singen live und schunkeln im Takt. 
So ging es eine Weile. 
Mit Purple Rain wird’s romantisch und die Leute brechen allmählich auf. 
So ist es gewesen. Ich schwör. 

Dieses Jahr.

Das Jahr mit einem Frühling, der ein halber Sommer war.
Ein kurzer.
Das Jahr mit dem Sommer, der gar nichts war.
Ein nasser.
Das Jahr mit dem Herbst, der schöner als der Sommer war.
Ein goldener.
Es schließt ein Winter, der ein Frühling war.
Von mir aus kann er so bleiben.

Es sprach Herr Endjahresblues.

we admire.

Miranda July

„R….i….n…. – come on! – g.

We have a whole life to live together, you fucker!
It can’t start until you call!“

Telephone rings.

„Elder Cab?“
„Macaroni.“

aus „Me and you and everyone we know“

Frühlingsgefühl im November.

„vid mitt hjärta, i en tom plånbok 
hittar jag en bild av oss när vi går på skeppsbron 
i bakgrunden hörs nightlife och jag tror 
att du säger att vi är fallande stjärnor 
vi var så unga då, det är en annan tid 
vi sprang i morgonljuset hand i hand…“

[ingenting] – lång väg

Ritter Butzke // Bermuda

Berlin Music Days.
Alle gehn ins Ritter Butzke.
Es ist zu voll, um richtig richtig gut zu werden.
Michael ist da. Philipp, seine Freunde und eine Horde lauter Mädchen.
Draußen gequetscht werden.
Drinnen sich den Weg freitanzen, um dort nicht auch noch gequetscht zu werden.

„Endlich mal jemand, der lächelt!“, freut sich ein blondes Mädchen
über mich und ich weiß, dass sie recht hat. Sonst lächelt hier irgendwie keiner.
Dann stellt sie mir ihr Plüschschmetterlingsarmband vor. „Kennst du schon
meinen Techno-Schmetterling?“.

Philipp, seine Freunde und die Horde lauter quietschender Mädchen sind schon weg.
Ich glaube, ich geh jetzt auch mal.

Komm doch lieber vorbei,

anstatt die „Bullen“ zu rufen. So die Einladung von Veit und Julie, Julias und Toms neuen Nachbarn.
„Man aß und trank und unterhielt sich, die Wertschätzung war gegenseitig.“

Bellman.

An der Wohnzimmerbar mit Fabian und Georg.
und dem Doppelgänger.
Nick Cave.
Der rote Zweigelt.
Und ein sich lieb habendes Kellnerpaar.

Herbst.

„Das Nutzlose wird siegen,
das Nutzlose bleibt liegen,
also laufe ich durch Laub,
Entschuldigung, das habe ich mir erlaubt.“
Tocotronic – Luft

In diesem Sinn: Willkommen, Herr Herbst!
Hier in der Hasenheide.

Überall Glitzer und Polizei.

auf einer Fete in der Kienitzer Straße.
Sieben Mannschaftswagen, die Zivilpolizei und der Zoll.
„Ey, das ist auf jeden Fall was Politisches, ich sag’s dir“, sagt Lukas zum geknickten Bewohner des Neukölln-Fabriklofts, dessen Party grad geräumt wurde.
Leise soll Lukas sein. Denn die Party-WG hat jetzt die Anzeige am Hals, aber auch noch das Glitzer im Gesicht, das bessere Zeiten vor ein paar Stunden vermuten lässt.

Im vierten Stock geht indes weiter, was im zweiten jäh beendet wurde.
Verena ist auf der Fete. Und wir.
Auch hier wohnen tatsächlich Menschen. Obwohl den Wohnzimmerboden Konfetti bedeckt und ein Zettel am DJ-Pult Setlist ist, die Musik bis in die späten Morgenstunden verheißt.
Benni schläft schon im Sitzen. Das macht er öfter auf Feten dieser Art.
Pavel trinkt Wodka, den er aus seiner russischen Heimat mitgebracht hat. Das tut er bereits den ganzen Abend.
Fiete baut sich eine Aromazigarette in seinem Zimmer, denn er ist einer derjenigen, die tatsächlch hier wohnen. Der Raum ist spärlich möbliert. Immerhin eine Diskokugel hängt an der Decke. Orientierungslosen zeigt Fiete den Weg zur Toilette. Auf der Tür zur Toilette weisen große Lettern darauf hin, dass die Spülung kaputt ist. Zum Spülen gehts in den 2. Stock, zurück also zum geknicktesten Partyschmeißer Neuköllns von vorhin.

Ein ansonsten nicht ganz unattraktiver Kerl sitzt in der Ecke. Merle hatte ihn schon früher an diesem Abend vernommen. Er hatte sich für eine Minute verliebt. Zumindest hatte er so ausgesehen. Derselbe Kerl knutscht jetzt mit der langweiligsten Frau im Raum. Es ist nicht Merle. Der Kerl guckt scheinbar immer verliebt.

Pavel ist inzwischen gegangen. Seinen Wodka hat er mitgenommen. Er hatte gehofft, mit einer Landsgenossin anzubändeln, die er eben schon beim Tanzen im Kreis gewirbelt hatte. Sie ist noch auf der Party geblieben. Ohne Pavel.

Benni gibt die Sitzhaltung auf und beschließt lieber in Kissen zu schlafen. Fabian und Merle kommen mit.

                                           Zum Spülen bitte zurück in den 2. Stock.

                                       

People on the road.

Svenja // Tobi // Thorben // Stefan // Annabelle // Alex // Johannes // Axel // Mikael // Sara // Vroni // Tobi // 2 Irish Erasmus girls // Johan // Ludvig // Annika // Julia // Sophia // the annoying neighbor with the „ljudmusik“ // the author // Jonas // Petter // Magnus // Viktor // Anna // Marcel // Ania // Frankfurt Girl teaching Barcelona Boy some German // Daniel // Tessa // the  4 Belgians // Wicky Wicky // the Mexican // the curly DJ // the couple from Venezuela looking as being from Italy // Emer // Connor // Selma // Majid // Mattheus // Maria // Matthias // Clive // Mahira // Leyla // Ralf

Verirrt in der Medina

                                 Medersa Ben Youssef

                                 Musée de Marrakech

                                 spices and mynthe tea

                                 if you have nothing, you still have some coke.

                                 Matthias from Switzerland // Café de France

                                 Clive from Australia // Café de France

Nouvelle Village

                                Connor & Emer from Ireland

                                 we are colorful.

                                 Royal Theatre

                                 Mietzi // 1 month old

the square at night

               

                       fish the bottle // impossible

                                 Majid & Fuat

Marrakesch

                                 Leaving Spain // Girona Airport Costa Brava

                                 Marrakech’s Medina

Who is Wicky Wicky?

                                 uphill to Parc Güell

                                 this is nowhere and it’s now

                                 candy on the market // Las Ramblas

                                  we love seafood

                                 beloved friends // Ania & Marcel

                                 getting drunk // the Belgian party people

                                  Apolo nights // Who is Wicky Wicky?

Barcelona

                                 tourists taking photos of Sagrada Familia // me sitting in the park watching them

                                 street art in Barcelona

                                 this is not Miami.

                                  Paella at the King of Gambas

Stockholmspaziergang

                                 Nintendo at Fridhemsplan

                                 Fika with a good friend // Johannes

                                 mitt hjärta

                                 street Art II – Zinkensdamm

                                street art III – Skinnarvikspark

vertraute Pfade.

                                 give it a crown on the bridge to Skeppsholmen

                                 Julia – Pygmeteater // Odenplan

Stockhome

                                 street art – Södra Teatern Bridge

                                 view from Slussen

                                 LESS is more – presentation of flags

Selbstgespräche.

Ich bin ein Mädchen mit Flausen im Kopf, das die Künste liebt und am meisten von allem die Musik. 
Ein Mädchen mit Mädchenallüren einerseits und Sinn für Blödsinn andererseits. 
Ich kann freihändig Rad fahren, auch wenn ich betrunken bin und dann eigentlich am besten. 
Ich trinke gern mit Kumpels Bier und rede über Männer und Frauen. 
Da draußen sind die Geschichten. Ich schreibe sie gern auf. 
Ich nehme mich und andere nicht allzu wichtig. 
Ich geh gern tanzen des Tanzens wegen. 
Ich kann gut allein sein, bin’s aber manchmal lieber nicht. 
Mir sind Freunde wichtig. 
Ich find knutschen und Händchen halten nicht blöd. 
Die Leute vereinsamen. 
Julia hat gesagt, wir sollten alle in den Park gehen, die Arbeit ruhen lassen und uns alle einfach umarmen. 
Manchmal denk ich das auch. 
Nicht immer. Manchmal mag ich am liebsten niemanden umarmen und niemanden sehen und wär gern kurz weg und irgendwann wieder da.
Wo warst du bloß so lange? Ach, hier und dort. 
Spazieren gehen ist nicht nur für alte Menschen mit Hund. 
Ich liebe meinen Plattenspieler. Und mein Cello. 
Ich habe eine Lieblingsbar und sitze am Tresen. 
Eigentlich sind wir alle Nichtraucher, manchmal rauchen wir aber doch. Heimlich. 
Ich mag Schweden. Ich kann Schwedisch. 
Ich find die Uni beklemmend. Irgendwie sind die Leute dort anders als wir. Am liebsten gucke ich aus dem Fenster der Bibliothek. 
Die Bibliothek und mich verbindet eine Zwecksbeziehung. 
Die Leute in der U-Bahn gehen mir oft auf die Nerven. Ich finde, unterirdisch unterwegs sein, widerspricht dem Naturell. Ich fahre dann lieber Fahrrad. Zweihändig.
Ich fotografiere gerne. Die Kunst liegt im Detail. 
Ich lese gern und gehe gern ins Theater. 
Ich interessiere mich für Politik. 
Wir sollten Songtexte schreiben und sie uns als Gedichte auf die Anrufbeantworter sprechen, wenn uns danach ist. 
Dummheit, die vermeidbar ist, und das ist sie ja meistens, mag ich nicht. 
Ich wär gern mal wieder verknallt. So richtig. So, dass alles egal ist. Essen und Trinken und welche Uhrzeit gerade ist. Internet ist verrückt geworden.
Deine Lebensmottenkiste darf zuhause bleiben. Meine tut es auch und verstaubt so vor sich hin.