U-Bahn-Paule weiß es.

Die nächste U-Bahn fährt in 12 Minuten. 

12 Minuten… 
Ich denke an J., der neulich noch sagte, er hasse warten.
Man muss ja nicht, man kann ja auch was anderes tun. Noch mal hochgehn, noch schnell
eine Blume kaufen. Oder ein Brötchen beim Bäcker.
In 12 Minuten kann man noch einmal kurz spazieren gehen und dann wiederkommen.
Man muss ja nicht warten.
„Man steht ja länger auf Bahnhöfen, als dass man wirklich U-Bahn fährt.“, drängt U-Bahn-Paule
einer willkürlich neben ihm stehenden Frau auf.
Sie wirkt geht so interessiert. 
Und U-Bahn-Paule hat jemanden, mit dem er die 12 Minuten Wartezeit überbrücken kann. 

Aus "Alle anderen".

Ich wär manchmal so gern anders für dich.


Wieso? Wie willst du denn sein?


Manchmal seh ich so ’ne Frau, an der wir vorbeilaufen, auf der Straße oder im Restaurant, die so sein könnte.
Und dann seh ich euch beide als Paar und alles sieht so viel richtiger aus.
Meistens sind es auch ganz andere Frauen. 
Und dann werd ich den Gedanken nicht los, dass ich für dich anders sein sollte. 
Und ich wünsch mir das! Weil ich, weil ich dann denke, dass ich dich, wenn ich anders wäre, viel glücklicher machen würde.
Und dann manchmal hab ich auch das Gefühl, ich müsste dir mehr zeigen, dass ich dich bewundere, wie sehr ich dich liebe
und ich lieb eigentlich alles an dir.

Das musst du nicht

Tu ich aber.
Und dann denk ich halt auch, dass ich, wenn ich anders wäre, dann dich auch ganz anders kennenlernen könnte. 
Das ist eigentlich der Gedanke, der mich am traurigsten macht.
Dass ich dich vielleicht so gar nicht so kennenlernen kann.

Ich wär manchmal gern jemand anders.
Bisschen pubertär, ne?

Nee, ich kenn solche Gedanken auch. 
Ich denk dann, ich bin viel zu langweilig für dich. 

Er ist’s

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike


Auch ich hab ihn vernommen. 
Im Hof riecht’s nach dir. 
Der Hof kühlt die Wärme der Straße ab. 
Es duftet das frisch gebackene Brot von Soluna. 
Irgendwo in der Nähe grillt jemand auf dem Balkon. 
Im Lichtschacht zum Bad riecht das Gras des Nachbarn Joints. 
Spät erst dämmert es. 
Frühling, ja du bist’s. 
Dich hab ich vernommen. 

idag

 

saknar jag Stockholm. Lite. Igen.
Lång väg hem.

Dahlem blüht rosa.
Irene.
Phlöp.
Der Kaffee in der Mensa ist teurer geworden.
Wenn man sonst keine Probleme hat, regt man sich über mitgebrachte Äpfel auf.

Die Cola wird mit Rum gemischt. Mädchenabend.
Irene. Anne. Karo. Melissa. Inga. Und ich.
Ein guter Tag.

Er blüht rosa.
Wagen oder nicht, die Frage.
Eine Antwort noch nicht gefunden.
Der Zauderer muss gehen.

Dada bist nur du. Du. Nicht ich.
Schlafe. Schön.

"Hier…

… würd ich an deiner Stelle immer legal fahren“, sagte die Frau mit den pinken Pumps und dem gleichfarbigen Lippenstift.
Legal fahren. Was ist das überhaupt.
Vielleicht fahr ich morgen dann legal zur Stabi. Heute noch komplett illegal. Auweia. Ich Rebell.

Ansonsten bin ich zu „fertig“. Hat T. gesagt.
Zu „fertig“ sein. Was ist das überhaupt?
Ich bin noch nicht fertig, ich bin mittendrin, es zu werden.
Komplett unfertig also.

Think about it.

I love Mondays

if it’s a Music Monday.
Musik für lau und fürs Ohr, jeden Montag auf dem Urban Outfitters Blog

hier lang gehts zur freien Mucke.

Prokrastinieren in Kreuzberg.





„Die Luft ist so nutzlos um mich herum…
Ja, ich habe heute nichts gemacht. Ja, meine Arbeit ist vollbracht. Ich atme nur. (…)
Sei schlau und kleb die Bilder ein!“
Tocotronic – Luft

von der Straße.

und hier in einer schönen Galerie ein Forum gegeben:

http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/gezettelt-in-berlin-fotostrecke-mit-leserbildern-machen-sie-mit/2157914.html

Berliner Frühling

15 Grad.
Ein neues Rücklicht.
Ein Besuch auf dem Dach.
Andere bauen dort Blumenkästen.
Ich fotografiere die Luft.
Ein neues Pony.
Zwei neue Kameras.
Späte Ausflüge in die Bibliothek.
Da war ja noch was…
Mit dem Rad durch Berlin.
Da bin ich.
Lese.
Lese.
Und gehe irgendwann.
22. März.

weg.

Den Freund verlieren.
Autsch.
Und warum eigentlich?

Den Freund nicht verlieren, aber nicht da haben.
Auch autsch.
Und warum eigentlich?

Für euch: A. S. M. und F.
Weil ihr fehlt. So oder so. Jeder auf seine Weise.

Sonst ist gut.

heute war ok.

G.
Risiko.
Nachricht an:
T.
Minus.
Nachricht von Ph.
Bellman mit A.
Te. war auch da.
Wodka.
P.
Morgen.
Alles gut, alles schön.

Saigon.

Stockholm Rom Berlin

Besuch aus Rom. Hermann in Berlin.
Bevor wir uns trafen und ich meine Spaghetti mit Löffel und Gabel
in den Mund manövrierte, dachte ich darüber nach, was Hermann wohl davon halten würde.

„French style“, sagte er später dazu, als ich ihm davon erzählte.

Schön wars. Fast wie gestern, als wir uns in Stockholm voneinander verabschiedeten.

es regnet.

die Blätter an dem Baum waren gestern.
Herbst in Berlin.
Adam und Esra mit A im DT.
Pisco Sour im B. Ohne T.
Es regnet.
Herbst. Ich fühl mich Juli.
Jag saknar Stockholm lite.

eene, meene, muh.

a’s Geburtstag. Happy Birthday, alles Gute und Grattis.
Bellmann.
Am Ende gehen alle außer sie: m. s. k. und m.
Sie trinken Wodka und wetten um Faust.
Sag, wie hälst du’s mit der Religion.
Und du?
T trinkt Wodka mit uns. Zum Abschied. Für heute und für jetzt.
K ahnte, sie ist eine von den Guten. K sollte Recht – behalten.
Im F und E die besten Deals machen.
Zwei Bier sind besser als kein Bier.
Auf der Straße locken Jungs mit Kapuzenshirts und Latexflagge zu Feten. Obacht.
Pommesdöner. Sowas gibts.
Über allem ist Allerseeln. Uhren werden verstellt. Die Menschen spinnen. Komplett.
Halb 6.
6.
Schlafen.
Gute. Nacht.
O
K

sei ruhig nachtragend!

neulich.

Arcade Fire with Owen Pallett, Berlin Tempodrom, 31/08/10 – Opener – Ready to start; Month of May from k4rla on Vimeo.

Zwischen Hamburg und Berlin

ein Arcade Fire Konzert, das mitreißen konnte. Und ein Haufen Idioten, die was nicht verstanden.
Zwischen Hamburg und Berlin.
Der Fernsehturm am Alexanderplatz büßt seine Antenne im Nebel ein und wird zu einer Diskokugel.
Zwischen Hamburg und Berlin ist es 7 Uhr früh und unmöglich, ein Frühstücksbrötchen ohne Remoulade zu bekommen. Es gilt, seinen Geschmack zu konditionieren auf diese Geschmacksverirrung der Brötchenbeleger.
Zwischen Hamburg und Berlin drei Stunden Busfahrt.
Ich hole Schlaf nach.

entzaubert.

zwischen Pokerräubern, Apfelcomputern, Fernsehtürmen, Dächern, einer Hitzewelle, zwei Rädern und dir stehe ich. Wer ist jemals weg gewesen. Was ist jemals Weg gewesen? 

God Natt. 

jag är tillbaka…

der von Ihnen angerufene Teilnehmer ist zurzeit nicht zu erreichen… 

Ich bin doch noch gar nicht da. 
Hauste. 

was bleibt

Es ist Juni und mit dem Juni Sommer geworden. Die Nächte kurz, bald ist Mittsommer.
Was bleibt, wenn keiner bleibt. Das Jahr in Stockholm geht zuende. Hier geht was zuende reloaded.
Heute Nacht wird Amy zum Flughafen hasten. Als ich nach Hause kam, was eben war, hing an meiner Tür eine Tüte mit den Dingen, die bleiben und ein paar Geschenken. Herrjeh, Amy, ich werde dich und einige andere hier vermissen.
Wer nicht heute geht, geht morgen und wer nicht morgen geht, geht übermorgen.
So die Stimmung, dennoch geht es mir gut.
Noch 17 Tage to go und eine royale Hochzeit. Ich geh schlafen, es ist hell, der Himmel ist rosa.
Gute Nacht.

weil es wichtig ist

Man trifft so viele Leute innerhalb eines Austauschjahrs in Stockholm. Viele Gesichter, die kommen und gehen und bei denen man beim Kennenlernen oft schon weiß, ob man sie auch nach diesem Jahr wiedersehen wird oder nicht.
Erasmus, das ist Leben fast forward. Man lernt Menschen doppelt und dreifach so schnell kennen wie im real life. Man hat ja keine Zeit.
Und schon erwischt man sich dabei, wie man dem Mädchen, das man vor 4 Wochen das erste Mal begegnet war, seine geheimsten und intimsten Geschichten erzählt. Weil sie es umgekehrt ja auch tut. Man lernt sich kennen, nur viel schneller als man es zu Hause vielleicht und wahrscheinlich täte.
Doch dieser Moment bedeutet gleichzeitig, dass wir uns wiedersehen werden. Definitiv.
Heute habe ich einen solchen Menschen getroffen. Das ist mir bislang nicht oft passiert. Ich stand einfach zur richtigen Zeit im Weg. Oder er? So absurd wie einfach kommt man ins Gespräch und schon vergehen Stunden.
Ich bin noch immer berauscht und begeistert. Ich hoffe, ich treffe die Person wieder. Nein, bestimmt sogar. Kaffe oder Konzert. Kaffee und Konzert.
Gute Nacht.

Das da ist grün…

… und das da der Weg und das alles habe ich seit 3 Monaten nicht mehr gesehen.
Es wird Frühling hier. Endlich. Den Schnee zwingt es in die Knie.
Das zweite Semester ist auch schon zur Hälfte vorbei. Zeit, wo bist du geblieben?
Mir geht es gut. Ich hoffe, euch auch.

meine gute Laune

ist unerträglich.
Die Sonne tut das Übrige.
Es ist ein Tag, an dem man sich die Fingernägel rot lackiert,
aus dem Fenster schaut und sich freut.
Ich freue mich!
Und feier meine eigene Fete in meinem Zimmer, gehe damit wahrscheinlich allen Nachbarn auf den Zeiger, aber es ist mir egal.

Ein schönes Lied, um es an einem perfekten Sonntag wie diesem zu hören und sich
einfach so zu freuen: Bitte. Für euch. Meine Lieben.
Ich liebe es, den DJ in meiner kleinen Welt zu spielen. Harr. 🙂

I went missing for a while.

Ich war mal offline. Warum?
Es gab wohl schlicht nichts zu erzählen. Dennoch ist einiges passiert.
Der Frühling kehrt ein und unter den Schneemassen kommt zum ersten Mal wieder Grün zum Vorschein,
an den Bäumen sieht man erste Knospen.

In der Zwischenzeit habe ich Lappland überlebt.
Es war sogar wirklich wirklich richtig richtig schön.
Zwar haben Amy und ich es geschafft, auf der Hundeschlittentour unsere Hunde zu verlieren
und auf der Snowmobilfahrt waren wir es, die unseren Vormännern hinten reingefahren sind und
damit ein zu Bruch gegangenes Rücklicht ersetzen mussten,…
… davon abgesehen war aber alles gut.
Ich habe die Romantik der Sauna für mich entdeckt und wohl auch die der Eiseskälte.
Das war Lappland.

Was kam danach.

Ich hatte Geburtstag und fühle mich jetzt alt.
Es war ein schöner Tag, gleichsam seltsam.
Es war der erste Geburtstag so ganz ohne Family und Freunde aus der Heimat.
Dennoch haben die Daheimgebliebenen an mich gedacht und mich mit kleinen Freuden beschenkt.
Ich hatte meinen Korridor zum Essen eingeladen und ein Risotto gekocht.
Sie haben es mir mit süßen Geschenken gedankt, mit denen ich ganz ehrlich nicht gerechnet habe!

Am Freitag dann kam Christian zu Besuch und mit ihm die Sonne und der Frühling nach Stockholm.
Wir sind viel durch Stockholm gewandert und haben viel Kuchen mit viel Sahne gegessen.
Ein schlechtes Gewissen kennen wir deshalb nicht.

Nun ist Christian wieder weg, die Sonne immer noch da und gestern hat Jack, der Ire aus meiner
Law Class, zum St. Patrick’s Day vorfeiern eingeladen.
Viele Leute sind in seinen liebevoll irisch eingerichteten Korridor gekommen und auch ich habe mir ein Kleeblatttattoo auf die Wängchen geklebt.
Ja, Jack’s Lokalpatriotismus war nicht zu übersehen, gleichzeitig aber auch sehr süß.
Selbst als er versucht hat, uns die für Nicht-Iren doch recht komplizierten Tanzschritte näher zu bringen, haben alle mitgemacht und herzlich gelacht, als es bei 90% der Tänzer eher mittelgut gekonnt aussah. Spaß hatten wir allemal!

So viel von hier.
I’ve been missing for a while. Aber jetzt wieder da.

Vi ses!