Going Stockhome.

That city that I love.
Zu Besuch in Stockholm bei J.
Nebenzweck ist das Radiohead-Konzert.
Aber auch so ist es ganz wunderbar, die altbekannten Pfade abzuschlendern.
Absurd, dass ich hier mal gewohnt habe. Und doch blitzen immer wieder schöne Erinnerungen von damals auf. Überall kleben sie noch fest.
Ich gehe in alte Lieblingsläden. Hier eine Platte. Dort eine Klamotte. Und sowieso eine Kanelbulle.
Allein ihr Geruch ist für immer mit dieser Stadt verbunden. Zimt. Und Butter.
Anfang Juni ist auch Schulschluss. Sommerferien und Abitur.
Tradition ist geblieben, sich als Schulabgänger in Lastwagenanhänger pferchen zu lassen und kollektiv zu unnützes Wissen wegzusaufen. Wer Pech hat, wird mit Bier und Sekt vollgespritzt. Oder noch schlimmeres.
Ich habe kein Pech und bleibe trocken.
Aussichten genießen kann man in Stockholm gut. Ich verweile an alten Lieblingsplätzen und schaue dieser Stadt hinterher, die einfach nur wunderhübsch ist – auch von Ferne.
Mit J. gehe ich ins Moderna Museet. Dort gibt es Kaffee für uns und wir treffen auch andere Freunde hier zufällig.
Am letzten Abend trinken wir mit einigen von ihnen zusammen Bier. Es ist immer wieder so schön, euch zu sehen. Dieser Ausflug war mal wieder zu kurz.
Aber ich komme sicher bald wieder.

No words. But Love.

Radiohead. Beseelt.
Bei jedem Song könnte ich weinen vor Glück.
J. und ich sind uns nicht einig, welcher nun bester Moment war.
Fake Plastic Trees?
Everything in its right place?
Exit Music?
Bodysnatchers?
Paranoid Android?
Alles so wunderbar.
Ist es wirklich gerade passiert?
Haben wir sie wirklich gerade gesehen?
Wer liebt, der liebt.
Fan ist Fan.
Für immer.

Karneval.

Pfingsten. Also Karneval der Kulturen.
Wie immer vor deiner Haustür.
Das Wetter lässt zu Wünschen übrig.
Aber bei Aperol, der aus dem Fenster gereicht wird, ist auch das vergessen.
Und beim Samba tanzen wird den Karnevalisten sicher auch wieder warm.
Wenn alles vorbei ist, wieder zurück zum Aperolfenster.
Niemand weiß mehr genau, warum wir auf der Straße sitzen…
oder wie wir auf diesen Transporter gekommen sind.
Afterhour ist eine Reise.
Grießmühle. No.
Schwuz. No.
Na dann nicht.

Futuristisch.

Wo kommt das denn auf einmal her?
Ein Gebäude am Ku’damm. Dort, wo früher einmal
Marie Johanna und ein Plattenladen waren.
Berlin monotonisiert sich.

Peter will say.

Homeshake im Lido.
Draußen 30, drinnen 40 Grad.
Gut, wer in der Nähe des Ventilators steht.
Easy tunes passend zum Wetter.
„Peter will say <3 songs left>“.
So die Ansage für den Tonmann, hinter dem wir stehen.
Genauso kommt es denn auch. No Zugabe.

Ich ergattere die letzte Platte.
Peter will say: „last one! wow!“ und schreibt es auf mein Exemplar.



Håkan Hellström im Heimathafen.

Für alle Nicht-Schweden ist er vermutlich kein Begriff.
In Schweden ist er ein Star. Alle lieben Håkan Hellström.
Und heute spielt er in Berlin.
Eine musikalische Übernahme im Heimathafen.
Im wahrsten Sinne.
„First we took Manhattan, now we take Berlin“.
Eventuell ist dies eine Anspielung auf Orte in der Welt,
die zum Hinziehen gerade sehr angesagt sind unter Schweden.
Das Publikum gefühlt ein rein schwedisches. Mit Ausnahme I. und mir.
Irre wie homogen! Fast zu exklusiv. Hier und dort Matrosenhüte.
Håkan selbst sieht irgendwie aus wie eine Mischung aus Waldschrat und der junge Jim Morrison.
Er singt und springt und tanzt und fetzt und alle singen mit.
Schlager haben sich die Schweden ja eigentlich schon immer getraut.
Ein bisschen ESC.
Es ist heiß heute. Drinnen noch mehr.
Das Konzert endet heute nie, glaube ich.
Klippo, ich kann nicht mehr.


Vodka & Piroggen-Tours nach Stettin

Ausflug!
Es geht nach Stettin.
Mit T.’s Gäng.
Follow the red line.
Oder auch dem rave rabbit.
Und schon siehst du alles Wesentliche.
Ansichtssache.
Tatsächlich ist Stettin nicht so groß als dass man den roten Pfad je aus den Augen verlöre.

Bestes drei-Sterne-Essen für’n Appel und n‘ Ei.
Teilzeitverliebt in den Kellner.
Kulturnacht bringt freien Eintritt in die Philharmonie.
Gold, gold, gold im großen Saal.
Posters for free.

Eine Hafenrundfahrt inklusive Sonnenbrand auf der Nase.
Wir loten Möglichkeiten einer Insel aus.
Möglichkeit eines Kleinods. Als Garten.

Im Zug zurück neiden andere uns die Fleischpeitschen.
Zu Recht.
Das, was im Beutel so klirrt, sind Marmeladengläser. Ehrlich.
Vielleicht auch die aufgefüllten Vodka-Vorräte. Pssst!

Theatertreffen: Die Borderline Prozession.

Wir müssten maßlos überfordert sein, in dieser Welt, in der alles gleichzeitig und parallel passiert. Und wahrscheinlich sind wir das sogar.

Das Schauspiel Dortmund und Kay Voges „Borderline Prozession“ sind zu Gast auf dem Berliner Theatertreffen.
Ein Loop um das, was uns trennt.

Teil 1: Es ist wie es ist
Überforderung gleich zu Anfang. In einem Setzkasten passiert alles gleichzeitig. Eine Frau liest auf der Terrasse ein Buch. Ein junger Mann trainiert in einer Garage an den Hanteln seine Oberarme, danach setzt er sich in eine Badewanne.
Ein älterer Mann kommt entkräftet von der Arbeit und schmiert sich eine Stulle. Ein Ehepaar putzt sich im Badezimmer die Zähne.
Gleichzeitig wissen wir, was draußen passiert dank riesiger Leinwände.
Um die Szene kreist im Zeitlupentempo eine Kamera und lässt uns, die wir nach innen schauen, wissen, was draußen passiert.
Was von innen scheint, sieht von außen manchmal ganz anders aus.

Gähnende Langeweile. Alles wiederholt sich scheinbar. Minimale Veränderungen nur.
Doch dann verändert sich schleichend alles.
Der junge Mann trägt einen orangefarbenen Overall, der nicht zufällig an die Häftlingskleidung von Guantanamo erinnert. Die Anspielung wird überdeutlich, als ein anderen ihm einen schwarzen Sack über den Kopf zieht. Das Bad nach dem Sport wird zum Waterboarding.

Teil 2: Krise
Dann wird das Publikum aufgefordert, die Perspektive zu wechseln.
Wer aufs Innere geschaut hat, schaut jetzt aufs Äußere. Die Langeweile des Alltags von gerade eben noch wird zur alles umfassenden Gewalt. Krieg. Das Haus bewachen Soldaten mit verzerrten Masken und schwerer Maschinerie.
Im Schaufenster, in dem eben noch die Liebe angeboten wurde, steht jetzt eine Domina und verpeitscht einen Mann. Eine Braut ersticht Ihren Bräutigam. Eine Frau wird von den Soldaten in einem Auto vergewaltigt.
Alltag ist woanders auch das hier.

Teil 3:
Der dritte Teil ist Utopie.
Vielleicht auch die Zukunft der Überforderungsgesellschaft.
20 Lolitas tanzen drinnen und draußen. Übernehmen die Herrschaft über die Szene.
Eine Justitia schreitet blind umher.
Ein Napoleon stirbt und wird von Lolitas begraben.
Major Tom im Ohr schwebt ein Astronaut durchs Bild.
Das hier hat keinen Sinn. Oder vielleicht doch.
Ein Bild der Reizüberflutung.
„Es gab nichts zu verstehen, aber viel zu erleben.“

Und dann dieser Ohrwurm, den man tagelang nicht mehr los wird.
Wir waren Teil dieser Borderline Prozession.

„In a manner of speaking
I just want to say
that I could never forget the way.
You told me everything by saying nothing.
Oh, give me the words, that tell me nothing.
Oh, give me the words, that tell me everyhing.“


Fotos: Marcel Schaar


Wörterbuch der Borderline Prozession
RBB Stilbruch

Myfest.

Alles neu macht der Mai und trotzdem ist auf gewisse Dinge Verlass.
So auch auf das Myfest in Kreuzberg 36, allen Finanzierungsdiskussionen zum Trotz.
Kleiner ist es geworden, weniger Bühnen in jedem Fall.
Aber nicht etwa leerer.
Müde vom Vorabend ein kurzer Spaziergang.
Geht so revolutionär.
Weniger demonstrativ.
Mehr beobachtend.
Die Selfie-Leiter hat sich offenbar durchgesetzt und kostet jetzt Moneten.
Zwei Euro will einer dafür haben.
Nö.
Ich nicht. Von meinem Gesichtsausdruck braucht es heute kein Selfie.
Auf dem Heimweg treffe ich C.
Immerhin fühle ich mich so auf den letzten Metern ein bisschen politisch.
Er drückt mir eine „Samenbombe“ der Grünen in die Hand.
Drop seeds, no bombs. Okay. Da gehe ich mit. Und pflanze die Samenbombe gleich im Hinterhof ein.

Double Rainbow.

Ich bin zu Besuch.
In der Stadt, die ich zu lieben gelernt habe und die auch ein bisschen zuhause ist. Immer wieder.
Heute früh angereist. Dienstlich.
Dieses erste Mal einer Dienstreise. Tatsächlich.
Ich habe mich gut geschlagen. Glaube ich.
Und habe am Ende doch nur kurz Zeit ein Pintje am Place Jourdan zu trinken, ehe es wieder zurück geht nach Berlin. Ein Pintje ganz allein.
Maison Antoine ist auch nicht mehr da.
Es wird gebaut und die Pommes werden aus einer mobilen Pommesbude serviert.
Immerhin auf eines ist Verlass: Belgian Rain.
Und dieses Mal auch ein Regenbogen am Flughafen.
Ach was, ein Regenbogen. Zwei Regenbögen.
Double Rainbow.
Bis zum nächsten Mal, BXL.

Ostan.

Es ist Ostern. Genau genommen Karfreitag.
Tradition geworden ist, Karfreitag im Garten von I.s Mama in Zeuthen zu feiern.
Es gibt vegan brunch, schwedische Spiele mit selbst gebauten Holzklötzern (Kubb),
Eier bemalen ohne Pinsel und Deckweiß und aber Lagerfeuer gibs.
Beim Holzklötzchen werfen verliere ich natürlich.
Dinge, die ich noch nie konnte.
Aber meine Eier werden hübsch. Findste nich?

Zusammen abhängen.

Besuch aus der Schweiz.
Ganz unverhofft.
F. und seine Freundin sind in der Stadt.
Nach einer langen Nacht gestern, kollektive Erholung auf drei Decken
auf dem Tempelhofer Feld.

Potsdam.

Ein Familienausflug bei zum ersten Mal über 20 Grad in diesem Jahr.
Alter Markt und Holländisches Viertel.
Keine Eile, heute schlendern wir.
Ja, wir haben Sonne abbekommen.

Erste Sonnentage.

Alle draußen.
Heute auf dem Tempelhofer Feld ein buntes Treiben.
Alle süchtig.
Auch wir.
Der Winter war zu lang und zu grau.
Offensichtlich.

Über den Dächern.

Den Neukölln Arcaden aufs Dach steigen.
Erste Frühlingssonnenstrahlen wärmen die noch blassen Näschen.
Der Klunkerkranich ist voll.
Meine Brieffreundin ist zu Besuch. Ja, Brieffreundin.
Als ich 9 und J. 11 war und alle Ki.Ka. kuckten.
Facebook noch nicht erfunden, aber Teletext gabs.
J. wollte Modedesignerin werden. Ich auch.
Sie mochte die Backstreet Boys, ich lieber N’Sync.
Später erzählten wir uns von unseren absolut geheimen Schwärmereien für irgendwelche
Schulkameraden oder den Jungen aus der Stufe drüber.
Heute sind wir beide Juristen.
So schön, dich zu sehen! So schön, dass der Kontakt, mit Pausen zwar, aber das ist ja nicht so wichtig, immer gehalten hat.
Leider verpeilen wir jedes Mal, ein Foto von uns beiden zu machen.
Aber sie war da, wirklich!

Thundercat im Yaam

Ich bin ja Fan. Vom gesamten Brainfeeder Label.
Unfassbar gute Musiker kommen von da.
Klar, wenn Flying Lotus mitmischt.
Auf der Brainfeeder Night in Brüssel vor 3 Jahren konnte ich Thundercat, den Mann am Fünf-Saiten-Bass, schon einmal live sehen.
Heute stellt er sein unfassbar gutes neuen Album „Drunk“ im Rahmen der J.A.W. Überjazz Reihe vor.
Unfassbar gut einfach.

Ausflug.

Nach Mitte.
In diesen Bezirk, in dem man sonst nur arbeitet.
Ein Experiment.
Ausgehen versuchen wir heute hier.
In der Bravo Bar. Der Beamer strahlt das Logo der nur noch zu gut bekannten Teenie-Zeitschrift an die Wand. Die Drinks kosten nicht so viel wie man befürchtet.
Wer Glück hat, sieht das Tresenpersonal nicht nur hinter, sondern auch auf dem Tresen – tanzend.
Ja, voll Coyote Ugly.
So 2000er wie der Film ist auch die Musikauswahl. Irgendwie alles ist dabei.
Auf der kleinsten Tanzfläche der Welt drängelt und tanzt alles, denn scheinbar ist es „hier, wo du strahlst“. Zumindest verkündet das ein Blick zur Decke.

Mitte also. Kann man machen, muss man aber auch nicht.

Mir geht’s so gut…

… weil ich’n Mädchen bin. – Lucilectric

K.I.Z nur für Frauen im Lido.
Einer der Roadies hat ein echt heißes Lederkleid zur blonden Zottelperücke an.
Hier sind heute alle weiblich. Auch die Jungs.
Tradition.
Nico ist der Beste. Er sieht aus wie Amy Winehouse.
Oder doch sexy Maxim? Im Tütü? Die Hüften schwingend?
Oder Tarek im Bikini?
Nee, DJ Pocahontas a.k.a. DJ Craft a.k.a. DJ Sex im roten Paillettenkleid.
Man weiß nicht.
Man ist ein Mann Mann.
Frauen kreischen.
K.I.Z fühlen sich in Frauenprobleme.
Freundinnen haben parallel Periode.
Is‘ ja so!
Darauf n‘ Schluck Rotkäppchen.
K.I.Z nur für Frauen.
Heute sind wir Sister from another Mister.
Hallelujah!





Turning 30 never hurt no one.

Oh man, heute fehlt mir nicht nur rein tatsächlich die Stimme, sondern vor allem auch die Worte. Das war ein richtig schönes Fest der Freundschaft zu meinem Geburtstag.
Alle Lebensphasen waren irgendwie vertreten. Schule, Uni, Stockholm, Brüssel, Referendariat, Nachbarn und damit eben alle lieben Freunde, die mich begleiten.

Nachdem ich traditionell schon mit Family Brunch und mit Kuchen und Proseccoschwips zu Madonna in Dauerschleife angefangen habe, ging es abends ins Böhmische Dorf. Meine Liebsten drehten die Plattenteller. Mein Verknallter hat mir tolle goldene 30-Ballons geschenkt und die wunderbare I. mir eine unfassbar leckere und bunte und zweistöckige Geburtstagstorte gebacken. Wahnsinn!
Die Bilder sind ganz analog gemacht mit meiner Kamera, die ich mal zum 12. Geburtstag bekommen habe. Sie tut ihre Dienste noch wie man sehen kann. Fast hätte ich ja sogar alle Bilder, die einzigen von diesem Tag, verloren… aber zum Glück nur fast und das ist eine andere Geschichte.

Ja, keine Worte. Habt Dank! Dank für Freundschaft, Begleitung in allen Lebenslagen, Dank für die Blumen, die Musik und den Tanz gestern Abend und sowieso für eure schönen Geschenke und Aufmerksamkeiten!
Ich kann damit jetzt erstmal einen kleinen Champagnervorrat anlegen und habe Lesestoff für die nächsten Monate! Man merkt wohl auch das fortschreitende Alter am hochwertigeren Alkohol.

Ich schließe mit Dirk. Der entgegen aller Hoffnungen leider gestern doch nicht zur Party gekommen ist. Aber das ist zu verschmerzen.

„Man darf den Erwachsenen nicht trauen.“

Steilstehn mit Bilderbuch.

Echte Dandys.
Echtes Boygroup T-Shirt so als wie es wäre 1997.
Record Release von Magic Life.
Das neue Album von Bilderbuch.
Die erste Single-Auskopplung „Bungalow“ verspricht Großes!
„Baby, leih mir deinen Lader, ich brauch mehr Strom!“
Aber auch alte Perlen sind dabei.
„Erzähl deinen Mädels ich bin wieder in der Stadt.“
„Sag es laut, gib es zu, du bist hinter meinem Hintern her.“
Poesie, Vienna Style und schrille Outfits.
Im Hintergrund trilliarden weiße Sneaker.
Sneakers for free.
Zumindest besingen diese Bilderbuch in neuen Songs.
Genauso wie die Drinks.
Free Drinks! Frinks!
Alles gratis.
Bilderbuch unten.
Das Publikum steil.
Volksbühne unbestuhlt.
Promiquote hoch. Ick hab Herbert gesehen. Er stand vor mir, ick schwör.
Doof ist, wer die Heels statt die Sneakers for free eingepackt hat. Ups.
Am Ende Frinks auf der Aftershowparty.
Der tolle Konstantin Gropper war auch da.


Sechstagerennen – Berlin Six Days

Das Sechstagerennen gibt’s zwar schon seit einer Ewigkeit,
wer international was gelten will, muss sich aber auch einen englischen Namen geben.
So finden momentan also die Berlin Six Days – de facto das Sechstagerennen – im Velodrom statt.
T. und ich verbringen als echte Radlerinnen heute den Sonntag hier und schauen Jung und Alt beim Radeln zu.
Wir sind beide das erste Mal hier und doch irgendwie erstaunt, wie voll die Publikumsränge sind.
Das Steherrennen sieht auch schon ein bisschen ulkig aus, ne?

Nervenkitzel.

Er wird doch nicht?
Ohje, was macht er denn da?
Oh Gott, ich kann nicht hinsehen…
Er wird doch nicht auf diesem Ding da in unendlicher Höhe Seilspringen?
Was?!? Er hat nicht gerade wirklich einen Salto… No way!!
Oh Gott, mir wird schlecht… nur vom Hinsehen.
Nein… das sind keine Motorräder, die da im Off heulen, oder?
Mist, es sind Motorräder.
Ohje, springen die da jetzt wirklich mit ihren Motorrädern…?
Shiiiit… Ich kann schon wieder nicht hinsehen.

Nichts für schwache Nerven, also meine, ist dieser Zirkus Flic Flac.
In meiner vorausblickenden pessimistischen Vorstellung höre ich schon die Knochen knacken und
sehe ich die 7er-Pyramide auf dem Drahtseil gleich herunterfallen. Dann sind sie nur noch Menschenhaufen und nicht so sehr Pyramide mehr.
Heute geht alles gut. Puh.
Beeindruckend ist es ja schon…
Aber für meine Nerven reicht schon der hübsche Jongleur, der 10 Bälle auf einmal durch die Luft wirft.
Für alle anderen müssen es aber wohl halsbrecherische Motorradstunts und Co. sein…
All denen sei ein Besuch empfohlen. Das geht noch bis zum 19. Februar.
Ich aber geh nur noch in den Kinderzirkus, glaube ich…

Nachbarschaft.

In diesem Jahr sind es zehn Jahre.
Zehn Jahre in der Gneise. Immer auch mal wieder kurz weg gewesen dazwischen.
Aber alles in allem zehn Jahre.
Es verändert sich vieles in der Nachbarschaft.
Läden und Cafés, die kommen und die gehen.
Aber die Nachbarschaft, die bleibt irgendwie doch konstant.
Eine meiner Nachbarinnen veranstaltet Küchenkonzerte.
Dieses Mal, das dritte, anlässlich eines Geburtstages der Mitbewohnerin.
Die Mitbewohnerin kannte ich nicht, weshalb ich nicht skeptisch wurde,
dass D. und S. mit ihrem sonst Trio, heute Duett, Oui d’accord in der Nachbarschaft spielen sollten.
Gewundert habe ich mich doch, dass ich diese Nachbarin nicht kennen sollte.
Dass es am Ende doch die Nachbarsküche war, war ein schöner Zufall.
Und viele der bekannten Gesichter aus dieser Nachbarschaft waren da.
Dazwischen tollten die vielen Kinder, die mittlerweile auch dazu gehören.
Sie haben Eintrittskarten gebastelt für die Zuhörer des Küchenkonzerts unter Nachbarn.
Wie schön das war!

Neujahrsgala mit Erobique im Lido

Auch Erobique wünscht ein frohes neues Jahr.
Im Lido wird zur Neujahrsgala geladen.
Davon zeugen nicht nur die aufgeblasenen Glitzerballonzahlen auf der Bühne.
Trotz allgemeinem Kater der Meute wie auch Erobiques ist das Konzert ausverkauft.
Trotz Kater bewegen sich alle zu funkigen Tönen sehr geschmeidig.
Einige sogar auf der Bühne. Das Jahr noch jung, aber die Ballons haben es nicht lange mitgemacht…
Jedenfalls in Ballonzahlen ist 2017 schon nicht mehr existent. Ups.
Wegen des Katers gibt’s heute nur ’ne Grapefruitschorle.
Erstmal erholen.

Happy 2017 euch allen!

Happy 2017!

Ihr Lieben,

heute wünsche ich und die Zwischenseite ein gutes 2017!
Lasst uns nicht über 2016 sprechen… Es war global gesehen wohl kein gutes.
Bei mir wiederum ist viel passiert.
Ich bin nach 10 Jahren endlich mit dem Lebensabschnitt „Ausbildung“ fertig geworden,
habe euch nach Brüssel und Schweden mitgenommen und viele schöne Dinge erlebt.
Schön, dass ihr wieder ein bisschen Teil davon wart! Echt.

Heute feiern wir ins neue Jahr bei meinen lieben Freunden M. und P.
Mein Verknallter D. und P. haben Musik gemacht.
Es gab gutes Essen und leckere Drinks, Sekt und Pfannkuchen sowieso.
Schöne Gespräche und Beisammensein gab’s auch.

Ich hoffe, ihr seid ebenso gut hineingerutscht wie wir über den Dächern von Neukölln.

Un grand bisou und lasst euch auch im neuen Jahr unbedingt wieder blicken, ja?

Happy new year! sagen die Zwischenseite & special K.

Weihnachten.

Den Baum schmücken kurz vor knapp.
Kurz ausrasten, wenn die Lichterkette mal wieder unauflösbar verknotet den letzten Nerv raubt.
Jazz trällert von der Kassette, so wie es Papa beim Schmücken gerne mochte.
An Papa denke ich beim Baum schmücken immer ganz besonders.
Er hat es geliebt und gehasst zugleich.

Es gibt Kartoffelsalat und Kassler.
Weil wir ja immer noch in Berlin sind.
Draußen nieselt besinnlich der Regen.
Rotwein macht den Magen warm.

Nach der Bescherung türmt sich Geschenkpapier.
Umweltfreundlicher wärs wohl ohne.
Aber nun ja.

Spät am Abend, fast schon in der Nacht kommt es zum traditionellen Zusammentreffen
all der alten Freunde, die Berlin mittlerweile den Rücken gekehrt haben.
Auch das ist Weihnachten. Zeit der großen Wiedersehen.

Auch hat sich eingebürgert, heute noch das Tanzbein zu schwingen.
Das geht im Ritter Butzke. Früher nur hier, mittlerweile sind einige andere auf diesen Zug aufgesprungen.
Ob das hier noch besinnlich ist?
Ach, warum denn nicht.

Frohe Weihnachten euch allen, die trotz großer Pausen hier und dort und immer mal wieder hier vorbeigeschaut habt.

Isolation Berlin

Neulich auf dem Isolation Berlin Konzert.

„Ich bin so unendlich schön.
Ich bin so un-endlich schön!
Aber-tausend Lenden verzehr’n sich nach mir.
Ich bin so unendlich schön,
Millionen roter Münder wollen mein Fleisch probiern,
Doch ich gehör nur mir allein,
sonst gehör ich kei’m.
Ich beschwöre euch,
lasst ab von mir!
Ich gehör‘ nur mir.
Und am allerwenigsten gehör ich dir.

Fick dich doch selbst.
Du tust mir leid.“

Weihnachtsbäckerei

Gut, das mit dem Einstimmen auf die Vorweihnachtszeit hielt doch nicht so lange an.
Vielleicht hilft ja Backen.
Notiz an mich fürs nächste Jahr: Nein, Ausstechplätzchen zu machen, machen wirklich nach einem Blech keinen Spaß mehr.
Ich hätte mir dafür ein paar Kinder von meinen Freunden ausleihen sollen. Aber das läuft schlechterdings noch unter Kinderarbeit…
Auch kann ich mich nicht recht entscheiden, was eigentlich das schlimmste ist – das Ausstechen oder das Garnieren. Ich glaube, ersteres.
Oh und fürs nächste Jahr: der Stern geht am besten. Nimm den. Wirklich. Der Beste.
Weil ich zu spät auf die Idee mit dem Kinder ausborgen gekommen bin, nähere ich mich dieses Jahr in Etappen dem Kekseberg.
Nächstes Mal dann bitte nur noch Lebkuchen oder Dinge, die man weder ausstechen noch garnieren muss.
Merk dir das!

Schwedischer Weihnachtsmarkt

Wahnsinn. Schon erster Advent.
Irgendwie bin ich noch gar nicht bereit.
Aber dann hilft vielleicht ja der Besuch von Weihnachtsmärkten.
Dieses Wochenende findet wie jedes Jahr der schwedische Weihnachtsmarkt in der Schwedischen Kirche statt.
Es gibt Glögg und Fischsuppe und Köttbullar und Smörgås und Pepperkakor.
Und einen Lucia-Chor gibt es auch.
Wer klug ist wie wir kommt früh. Denn mit der Dunkelheit kommt der Ansturm.
Ein paar schwedische Gefühle bekomme ich bei Kanelbulle und Princesstårta.
Einen frohen ersten Advent euch allen!
Hat also geklappt, das mit dem Einstimmen auf die Vorweihnachtszeit. Yeah.

Unter Eis.

Schon wieder Falk.
Die Schaubühne führt nach langer Zeit mal wieder „Unter Eis“ auf.
Hier geht es um den Ausstieg aus der Leistungsgesellschaft.
Stillstehen, wenn alle Fortschritt und Selbstoptimierung einfordern.
Ein frühes oder jedenfalls früheres Werk von Falk Richter, in dem die spätere Sprache schon so wunderbar angelegt ist und das sich in die Aktualität und Größe der späteren Themen einreiht.

Are you kidding me eigentlich, IKEA?

Kiek ma, was ich heute ausm Briefkasten gefischt habe…
Ein „Geschenk“ von IKEA.
Ein Notizblock in IKEA-Katalog-Look. Hey, und mega Gimmick: Statt IKEA steht Karla drauf.
Irre.
Man, ein Glück heiße ich nicht Chantalle, wa? Noch mal Glück gehabt.
Irgendwie fiel mir dann sofort dieser Artikel aus der ZEIT hier wieder ein…

Truth of the Day.

Aufgrund der verstörenden politischen Lage der Weltnation heute Pommes.
Nur so lässt es sich ertragen.
Mehr Pommes, please.
In Ohren und Nase.
Ansonsten kein Kommentar.
Es fehlen die Worte.
Trump. Really?!