Bestanden.

Zittrige Hände im Büro.
Brüssel kurz vor 10.
Nervenverlustkonferenz nach Texas zu T.
Soll ich, soll ich nicht dieses Fenster aktualisieren?
Soll ich, soll ich nicht auf diesen Button da klicken?
Ok, ich mach’s.
Zittrige Hände im Büro.
Herzklopfen.
Egal, was gleich passiert und egal, was da gleich steht,
der Cava steht kalt.
10 Uhr und fünf Minuten.
Mist, ich habe drauf geklickt.
Jetzt ist es amtlich.
Bestanden oder nicht bestanden, allein das ist hier die Frage.

BE to the STANDEN.

Ich trink jetzt Cava im Bürochen. Ticket für die Mündliche in the Täsch. Tschau.

Besuch #7

Und kein Wochenende ohne Besuch.
Aber schön ist es ja auch.
Dieses Wochenende sind A. und M. aus der Heimat gekommen.
Spargel haben sie mitgebracht und leider auch so geht so Wetter.
Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch.
Wir latschen durch St. Gilles, bis keiner mehr laufen kann.
Eine bad collection von einer Trilliarde „My little pony“ Pferdchen hebt die Laune.
Oder vielleicht auch der Pastis.
Abends bekocht uns L. mit der weltbesten Holondaise.
Spargelzeit, schönste Zeit! Der echte aus Beelitz.
Jeder sollte Besucher aus der Heimat haben.
Am Sonntag doch endlich Sonne.
Vintage Flohmarkt bringt lustige Flaschenöffner aus Kicker-Figuren.
Wir essen Moules Frites nach einem erneuten Wolkenbruch.
So Brussels.
Und am letzten Abend war der Himmel rosa.

Maelbeek.

Nach den Terroranschlägen vom 22. März am Flughafen und in der U-Bahn-Station Maelbeek war der Bahnhof lange geschlossen.
Bahnen fuhren durch einen schwarz abgehangenen Bahnhof ohne Halt.
Ein jeder hielt inne in diesem Moment.
Eine beklemmende Atmosphäre.
Maelbeek, so nah am Arbeitsplatz, dass man jeden Tag daran vorbei lief,
versank in Trauerkränzen.
Ich fahre nie mit der Bahn, laufe zur Arbeit oder nehme das Rad.
Heute aber gießt es in Strömen und ich muss nach St. Gilles.
Es ist meine erste Fahrt mit der U-Bahn.
Gleich am Eingang eine riesige Gedenktafel und neue Blumen.
Die U-Bahn fährt wieder, aber die Beklemmung ist da.

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Konservenfoto.

Aha!
So sieht das also aus.
Von wegen jedes Mal ein neues Gruppenfoto vom Gipfel.
Foto aus der Konserve. Heute könnte dieser Eindruck entstehen.
Nicht nur der.
Als Staatschef misst man offenbar maximal 1,20 Meter.

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Besuch #6

Wochenende ist Besuchszeit.
Dieses Wochenende ist J. da.
Meine gute Schulfreundin, die mittler- und schon eine ganze Weile in Köln wohnt.
Entsprechend unkompliziert die Anreise mit dem Auto.
Könnte man denken.
Denn Brüssel ist keine Autostadt.
Gut, rechnet man in Stauaufkommen könnte man das denken.
Aber nein. It’s a pain.
Parken wird zum Wettlauf gegen die Parkuhr.
Jedenfalls in der Innenstadt, in der ich wohne.
Aber irgendwann haben wir den Dreh raus und alle Tricks auf Lager.
Das Wetter ist ganz wunderbar.
Wir schlendern über den Flohmarkt,
laufen durch die Stadt,
essen Pommes an der Friterie am Flagey.
Der sonst so unfreundliche Pommes-Mann ist heute ganz nett.
Oder tut zumindest so.
Frühstück sollte es werden im Pain Quotidien.
Stattdessen wird es Himbeertörtchen, Pavlova und Limonade.
Danke für das deutsche Bier, liebe J.!
Das belgische kann ich schon wieder nicht mehr sehen.

Besuch #5 – Familie

Meine Family hat es nun auch endlich nach Brüssel geschafft.
Übers Wochenende sind sie da.
Ich zeige ihnen die Hood.
Hier ist der Flohmarkt,
hier der gute Blick,
hier das gute Bier,
und das hier Mitraillette, liebevoll Miträjettö genannt…
frag nicht, was das ist. Mindestens 3000 Kalorien. Wahrscheinlich mehr.
Das traditionelle, mindestens ebenso gehaltvolle Essen gibt’s im Fin de siècle.
Aber eine Carbonnade, die belgische Gulasch-Version, hat wohl noch niemandem geschadet.

Mein Bruder macht neue Fußballfreunde in der Brasserie Verschueren.
Wem sonst wäre aufgefallen, dass der Fußball hier zum Inventar gehört.
Die Wand ziert eine riesengroße Fußballtabelle im Vintage Look.
Dem Barbesitzer sind wohl L.s Blicke auf das Schmuckstück aufgefallen.
Er erklärt, dass er die Tabelle jede Woche händisch umsteckt.
Die Etiketten von St. Gilles seien leider nicht mehr original.
Zu oft seien die gemopst worden.

Zinneke Parade

Alle zwei Jahre findet die Zinneke Parade statt.
Nachdem beim letzten Mal das Wetter keinen Spaß gemacht hat,
ist es dieses Jahr umso besser.
Zinneke bedeutet so viel wie Straßenköter.
Und die Zinneke Parade ist ein bunter Umzug, fast wie Karneval.
Mit immer politischer Botschaft und einem Motto.
Dieses Jahr: fragil.
Zerbrechlich also.
Die teilnehmenden Gruppen sind allesamt Kultur- und Integrationsprojekte der Stadt.
Solche, die mit Kindern, Migranten oder Behinderten zusammenarbeiten.
Gemäß dem Zinneke Motto setzen sie eine Performance für die Parade um.
Zerbrechlichkeit macht sich heute über Klänge bemerkbar.
Oder ist gläsern.
Ist gesellschaftliche Zerbrechlichkeit.
Ist menschliche Zerbrechlichkeit.
Ist körperlich.
Mit meinem Bruder schaue ich der Parade an der Börse zu.
Beeindruckend! Wieder einmal.

Jazz Marathon

Wieder so viel los am Wochenende.
Jazz Marathon gesellt sich neben Zinneke Parade.
Mit meiner Frau Mama, lauschen wir
Pommes essend am Grand Place der ziemlich tollen Jazz Kombo
Four of a kind.
So jung und so genial.
Ich bin ein bisschen begeistert.
Frau Mama auch.

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Un été chez Pierre.

Ich wohne im Pralinenviertel.
Das liegt am Sablon.
Unweit von Marolles und unweit von mir.
Unweit von mir ist auch der Pralinenladen von Pierre Marcolini.
Wahrscheinlich mit das teuerste, was der Pralinenmarkt so hergibt.
Pierre Marcolini hat den Sommer eingeläutet und macht jetzt in Eis
mit Schokoladenüberzug.
Gut, so ein Eis in der Größe eines Mini-Magnums kostet dann eben 5 Euros,
aber irgendwie muss die Deko seines Sommerfestes ja auch wieder reingeholt werden, nich?
Denn die Deko ist pompös.
Über Nacht hat Pierre eine ganze Hausfassade floral eingehüllt.
Das macht schon ordentlich was her.
Wen interessiert da noch, dass die Blumen aus Plastik sind und das Eis 5 Euro kostet?
Eben.

Je suis sprout.

Sprout to be Brussels.
Eine Image-Kampagne, nachdem die Touristen wegbleiben
und Ängstliche den Weg hinaus zu all den tollen Seiten Brüssels nicht mehr finden.
Läden, Boutiquen, Brasserien, Bars, Cafés nehmen alle teil.
All die Orte, die Brüssel so schön machen.
Die Botschaft: Angst ist nicht die Antwort.

Sprout to be Brussels.

http://deredactie.be/permalink/1.2665553

CocoRosie im Cirque Royal

Schön wie CocoRosie.
Erst sind sie halb Mann halb Frau,
„Coco“ mit Strapsen zur flammenden Boxerhose und dem gepunkteten Top mit Puffärmeln wie sie Schneewittchen noch am besten standen.
„Rosie“ in dem eigentlich hierzu passenden Punkte-Petticoat und T-Shirt-Fetzen, auf dem „Hostility“ geschrieben steht und einer weißen Cateye-Sonnenbrille. Rosie halb blond, halb brünett. Coco mit nicht enden wollenden Rastas und Glitzermoustache. Ihre Musik halb Oper, halb Hip Hop – in jedem Fall Märchen.
Erst in der Pause, in der CocoRosies Haus-Beatboxer Tez Töne von sich gibt, die sonst niemand mit seinem Körper fabrizieren kann, kommt das Rollenpuzzle wieder in seine vermeintliche Ordnung. Dann trägt Coco das T-Shirt zur Shorts und die Basecap zum Moustache und begibt sich in Boxerpose, während Rosie Alice im Wunderland alike nun das passende Top zum Rock trägt und sich in höchsten Tönen singend an die Harfe stellt.
Neben mir tanzt sich ein Junge mit langen blonden Haaren in Extase, er streckt die Arme in die Luft, CocoRosie entgegen.
Als CocoRosie dann auch noch den Song „End of Time“ einem Mädchen im Publikum widmen, brechen neben mir vier Frauen in Tränen aus. Es sind wohl die, denen gewidmet wurde.
Es erscheint ein Geist erst als Braut, später als Witwe und singt mit Coco und Rosie im Chor.
Kniend singen sie zu dritt fast einen Choral „We are on fire“, ehe alles in einer fulminanten Zugabe mit einem fast schon Balztanz Rosies mit einem Zuschauer im Soldatenmantel endet. Alice im Wunderland eben. Nicht dieses und nicht jenes, einfach CocoRosie.

in Prag:

Besuch #4 – Fête du port

Und eine neue Runde Besuch.
Diesmal sind M. und H. mit ihrem coolsten Sohn K. hier.
Ein Kurztrip.
Aber Brüssel zeigt sich von seiner authentischsten Seite.
Denn heute ist Hafenfest!
Für mich ja immer noch der beste Witz überhaupt, dass eine so wasserbefreite Stadt
wie Brüssel sich als Hafenstadt versteht. Aber gut.
Allein deshalb ist das Hafenfest ein Muss!
Es gibt Essen und Musik, Segelboote, die hier sonst wohl eher nicht stehen, ein wasserspeiendes Mini-Auto
und eine Bootsüberfahrt ganz für umsonst und gratis.

Im Grünen.

Ausflug nach Woluwé St. Pierre.
Abgefahren, wie grün es hier ist!
Ecken von Braxel, die ich noch gar nicht kannte!
Es ist heiß heute.
Nur Kappen helfen gegen den Sonnenstich.
Und sich mit Boulekugel in den Schatten stellen.
Eventuell noch ein Spaziergang durch den Wald.
Sonst nichts.

Sonntag in St. Gilles

St. Gilles ist von meiner Teilzeitheimat Marolles nur einen kurzen Spaziergang
entfernt.
Den unternehmen wir nach unserem Frühstückseinkauf im bio marché.
In der Brasserie de l’Union trinken wir Bier und Pastis in der Sonne.
Ich will D. das Rathaus zeigen.
Und den Parc Pierre Paulus.
Dort gibt es kleine Teiche, stolze Hähne und andere schöne Vögel.
Wenn man den Park hinaufläuft, landet man bei der Pelgrims-Villa, Maison Pelgrims.
Heute haben wir Glück.
Sie ist offen für eine Fotoausstellung. Polaroids.
Man kann sich das herrschaftliche Haus und seine Bewohner früher vorstellen.
Mit Blick in den Privatpark.
Der Boden knarzt.
Wir schlendern bald weiter, nach Hause.
Den schönsten Sonnenuntergang gibt es auf „meinem“ Balkon am Place Polaert am Justizpalast.
Blick nach Hollywood.
Am Horizont scheint es, als sei der Abstand zwischen den Hochhäusern so gewählt, damit dazwischen die Sonne passt.
Das stimmt natürlich nicht. Aber man könnte es heute denken.
Wir trinken den selbst gezapften Rosé aus dem bio marché,
bis sie weg ist, die Sonne.

Antwerpen.

Dass wir nach der Odyssee nach Puurs heute noch in Antwerpen landen würden,
hätte ich nicht gedacht.
Aber hier sind wir.
An diesem pompös schönen Bahnhof,
bahnen uns den Weg durch die Stadt
ans Wasser.
Im Gegensatz zu Brüssel gibt es hier nämlich wirklich Wasser.
Wir machen Pause am Ufer.
Neben uns fotografieren Tinder-Boys sich selbst von ihrer Schokoladenseite.
Auf dem Wasser fährt ein Partyboot im Kreis.
Wir entkommen einem Wolkenbruch.
Auf einer Brücke machen die Einen kitschige Hochzeitsfotos,
während die anderen unter der Brücke noch Junggesellenabschiede feiern.
Ja, auch hier hat sich das Bierbike irgendwie durchgesetzt.
Wir machen ein unkitschiges, albernes Selfie von uns selbst auf der Brücke, auf der andere kitschige
Hochzeitsfotos von sich machen lassen.
Leider ist das Brautpaar nicht mehr auf unserem Foto gelandet. Mist.
Wir essen Bolo im Via Via Reisecafé. Ja genau, das gibt es auch in Brüssel.
An uns brettert immer wieder eine Tram vorbei.
Ganz schön schmale Straßen dafür.
Aber – why not?!
Mit nicht ganz dem letzten Zug fahren wir nach einem langen, heißen Tag wieder zurück nach Brüssel.
Meine Mitbewohnerinnen sitzen dort auf der Straße rum.
Drinnen ist es zu heiß und wir haben weder Terrasse noch Garten.
Wir retten Airbnb-Touristen vor dem Aussperre-Tod
und die Polizei fragt uns, warum wir so auf dem Gehweg rumsitzen.
Die Polizei in Brüssel hat hier nämlich nichts anderes zu tun, als sowas zu fragen.
Die richtige Antwort auf ihre Antwort wäre „why not?“ gewesen.
Aber das hätten sie sicher nicht verstanden…
Bonne nuit aus BXL.

Ausflug nach Puurs.

Eine tolle Sache in Belgien: Bahn fahren am Wochenende.
Das Wochenendticket bedeutet hier hin- und zurückfahren zum halben Preis.
Für ’nen Appel und ’n Ei kommt man nach Brügge.
Oder wie wir in die belgische Pampa.
Die Outskirts Antwerpens.
Der Grund ist Iweins Akkordeongeschäft in Puurs – Viseur.
Der Kenner erkennt, der Laden ist nach keinem Geringeren als dem belgischen Akkordeonisten Gus Viseur benannt.
Iwein ist ein lustiger Geselle. Selbst Akkordeonist und beeindruckt von D.s Spiel.
Am Ende schenkt er D. ein Paar Gurtverschlüsse und bietet uns an, uns mit dem Auto nach Antwerpen zu fahren.
Wir fahren doch mit dem Zug weiter. Ein Wunder, dass ich D. irgendwann aus dem Geschäft gekriegt habe.

So viel los

in dieser Stadt.
Heute: Kurzfilmfestival umsonst und draußen.
Vor malerischem Panorama des Mont des Arts über den Grand Place bei Sonnenuntergang.
Kitschig, aber gut.

Später und fast vor meiner Türe: das Kunstenfestivaldesarts.
Der Name ist selbsterklärn’d, wa?
In den Brigittines ist für diese Zeit Caveland.
Drinnen ist die Kunst und die Performance und draußen tanzen die Leute.
Heute läuft ein Mann mit einer Trilliarde aufblasbarer Schwimmtiere am Körper durch die Gegend.
Why not?
Und heute springen die Skaterjungs durch brennende Reifen.
Tiger oder Löwen sind aber nicht dabei gewesen.
Allen geht es gut, auch uns.

Besuch #3

Favourite D. ist da, solange er noch kann.
Und P. hat er mitgebracht. Oder zufällig in Brüssel getroffen.
Wie man’s sieht.
Am Freitag, also heute, sind wir chouffed out.
Tja, das belgische Bier ist nicht ohne.
Wir sind betrunken im Café Central
und P. trifft Tinder-Mädchen am laufenden Band.
Eine belgische Hardcore-Krach-Band spielt verschwitzt und oben ohne.
Rawr!
Und der Drummer setzt sich verschwitzt und oben ohne ins mitgröhlende Publikum.
Wenig später wird die Krach-Band von ihrem Fahrer abgeholt. Wer macht sich Gedanken über Alkohol am Steuer? Hier eigentlich keiner.
Fahrer-Boy kann einhändig Bier trinken und einparken.
Läuft doch.

1. Mai

Es frühlingt in Brüssel.
Endlich.
Es war noch nicht wirklich warm hier in den letzten Wochen
und so manches Mal habe ich doch bereut, platzsparend nur die Frühlingsklamotten eingepackt zu haben.
Heute also ist das anders.
Auch in Brüssel ist Tag der Arbeit.
Und auch in Brüssel wird hier demonstriert.
Am Place Rouppe findet das traditionelle Maifest der linken Partei statt.
Mit V. laufe ich erst dorthin und dann zum Place St. Catherine.
Dort ein ähnliches Schauspiel. Bloß ist es hier das Fest der Sozialdemokraten.
Jedem sein Maifest.
Wir setzen uns einfach unter einen Baum und trinken ein Bier.
Ein ruhiger erster Mai.

Homeplugged mit Essaie Pas

Ein Wohnzimmerkonzert. Homeplugged mit Essaie Pas. Ganz unverhofft nun doch ein Konzert in Brüssel. Passend dazu heute ihr Video-Release zu „La Chute“ vorm Atomium.

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Auf eine Sonntagssamba im Via Via Café – Besuch #2

Mit favourite D., der gerade zu Besuch ist.
Während die Band ihre gemütliche Sitzposition bis zum Schluss nicht aufgibt,
hält das Publikum eigentlich nichts auf den Stühlen. Vielleicht ist der Caipi mitschuld daran.

Biomarktliebe.

In Berlin hat man ja in Sachen Bio und vegan schon so ziemlich alles gesehen.
So einen Biomarkt wie den hier in der Rue des Tanneurs in meinem Lieblingsmarolles gibt es allerdings nicht. Gut und dazu günstig ist das Sortiment hier, ob nun der Käse, das Brot oder das selbst abzuzapfende Olivenöl vom Fass. Sorry, Bio Company, Alnatura und Co. So schön wie mein marché bio seid ihr einfach nicht. Eine Liebeserklärung.

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Die Zukunft wird

nicht so rosig, zumindest wenn ich dem 20-Cent-Orakel im Booze’n’Blues Glauben schenken darf.
Ärger in meinen Projekten wird mir prophezeit. D. dagegen wird ein Geldsegen versprochen.
Na ja, was solls. Mein restliches Kleingeld investier ich dann lieber in die Jukebox statt in die Zukunftsprognose. Cheers.

Von Hunden und Katzen

und Hunden, die gerne auch so grazil wären wie ein Kätzchen auf dem Fensterbrett.
Pff… Einfach machen. Neulich in St. Gilles.

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Auf Brüssels Pfaden mit C. // Besuch #1

Erster Besuch aus Berlin. C. macht den Anfang.
Zu Fuß auf Brüsseler Pfaden mit allem, was das Brüssel-Klischee hergibt.
Das bedeutet Bier, Pommes und Pralinen. Und Wurst mit Kartoffelbrei im Fin de Siècle. Alles Gute für die Hüfte.

Marktsonntag.

Mit marokkanischen Crêpes bei Crêpes-Man. Wie früher.
Kakteen ganz kuschlig auf dem Blumenmarkt.
Am Parvis de St. Gilles gibts Blumen und Drinks.
Heute scheint sogar die Sonne.

Nach dem 22. März…

Brüssel ist lediert. Immer noch angeschlagen nach den jüngsten Terroranschlägen vor gut zwei Wochen.
Bewusst wird es dir, wenn du an den überall in der Stadt verteilten, schwer bewaffneten Soldaten vorbeiläufst und dich wohl an dieses Stadtbild gewöhnen musst. Wenn du täglich auf dem Weg zur Arbeit am geschlossenen Bahnhof Maelbeek an einem Blumenmeer vorbeiläufst. Oder wenn du wie ich heute die Börse passierst. Ein Denkmal und Mahnmal ist dort entstanden.

M. Chat in Marolles

Der eigentlich aus Paris bekannte Monsieur Chat oder „M.Chat“ hat es nach Marolles geschafft.
Auf Spurensuche.

Zurück in Brüssel

Seit ein paar Tagen bin ich zurück in der Stadt, die ich gerne zu haben gelernt habe.
Zurück in Brüssel für drei Monate.
Heute ein erstes Wiedersehen mit M., Kaffee und Käsekuchen im A.M. Sweet
und die neuesten Brüsseler Bierkreationen im Via Via Café.

Ostern.

Früh in diesem Jahr.
Aber immerhin noch vor meiner Abreise nach Brüssel.
Karfreitag bei I. im Garten.
Alle bringen etwas mit fürs vegane Buffet.
Das Wetter ist trübe.
Die Stimmung ist es nicht.
Wir bemalen Eier wie es uns gefällt.
Und als der Regen sich verflüchtigt hat, gibt’s wieder Osterfeuer im Garten.

Am Sonntag ein Brunch bei M.
S. hat den schönsten Kuchen der Welt gemacht.
Er ist lila. Angeblich wegen der Blaubeeren.
Angeblich war der auch nicht schwer zu backen.
Das sagt S. immer.
Dabei ist es jedes Mal ein Kunstwerk, fast zu schön zum essen.

Am Kotti gibt es Ostermärsche.
Ich laufe nur ein kleines Stück mit.
Dann muss ich schon wieder weiter.