Spätsommer auf dem Tempelhofer Feld

Rumflezen in den Schillergärten mit den Besten.
Die Sonne wärmt noch das Näschen.
Der Kaffee vom Kaffeewagen wärmt das Gemüt.
Irgendwo aus dem Off dröhnt das Lollapalooza.
In der Hasenheide balancieren sie über ein Netz aus Slacklines.
Es schimmert aus der Ferne.
Spätsommer in Kreuzberg.

Spreewald.

Ein Betriebsausflug.
Living up the cliché.
Kahn fahren.
Gurken essen.
Schmalzbrote essen.
Schnaps trinken.
Wieder Gurken essen.
Wieder Kahn fahren.
Ein Betriebsausflug.

Rotbart.

Daniel hat Geburtstag und seiner spontansten aller Spontaneinladung ins Rotbart
folgen alle.
Große Runde am schwülen Montag.
Wir wünschen dir alles Gute!

Birthday of D.

und die größte Pizza der Welt. Mindestens.
In der Villa Rixdorf.

Alles Schönste, favourite D.!

Hiernach sind wir auf die Schiefe Bahn geraten.
Arsen ist nicht nur Gift, auch der Name des Gastgebers.
Aber vielleicht schließt sich das gar nicht aus.
Er mixt mir einen Gin Tonic.
Bloß die Eiswürfel, die waren zu schnell weggeschmolzen.
Ob ich neue haben kann.
Natürlich.
Aber nicht, weil dir der Drink zu alokoholisch ist? Fragt Arsen.
Ich habe nämlich doppelt so viel Gin reingemacht für dich.
Ach so. Na denn. Aber nein, daran liegt es wirklich nicht.

Marius will Armdrücken üben mit allen. Sein Kumpel sagt, das macht er immer.
Scheinbar gewinnt er darin oft. Wir drücken nicht mit ihm die Arme, sondern geh’n dann jetzt auch mal nach Hause.

Miss Tipsy gibt’s zum Abschied, als es Vier ist.
Miss Tipsy ist ein Cava aufs Haus.

Goldener Hirsch

Im schönen Schöneberg, im schönen Park, da steht ein goldener Hirsch.
Mittagspause macht es sich hier gut, finde ich.
Die Pärchen auf der Nachbardecke knutschen.
Eine auch im Alter fitte Dame übt sich in Qi-Gong.
Einer dieser Freelancer tippt wild in sein Laptop und ist dabei oben ohne.
Ein anderer erfrischt die Beine im Brunnen unterm goldenen Hirsch.
Mittagspause macht es sich hier gut, finde ich.
Am besten mit einem mitgebrachten Stück Pizza.
Danach döst es sich hervorragend auf dem Rucksack als Kopfkissenersatz.

Werder.

in Berlin.
Olympiastadion. Weder Werder noch Hertha. Irgendwo zwischen den Fanblocks.
Dem Gefühl der lokalen Zerrissenheit beugt sich der Spielstand: Eins zu Eins.

Erkner.

Auch hier gibt es ein kleines Venedig.
Müde das schönste Wetter nutzen.
M. hat ein Ferienhaus hier mit Grill und Motorboot.
Entrecôte statt Bratwurst.
Man fühlt sich „talented Mr. Ripley“.
Eine Tour mit dem Boot führt zum Verlust der rosa Brille im Dämmeritzsee.
Aber sonst wäre es auch zu sehr wie im Film gewesen.

Fresh After Death @Donau 115

Jetzt immer donnerstags statt sonntags gibts Musike auf Spendenbasis im Donau 115.
Heute wieder mit einer Episode Fresh After Death und Mano mit den Malformed.
Man improvisiert ganz rhythmisch in vom Sommer aufgeheizten Ort.
Und Wiedersehen gibt es auch.
Julia aus Brüssel ist zu Besuch und Emilia ebenso.

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Prinzenbad.

„Das Springen von den Längsseiten ist aus Unfallgründen verboten!“, dröhnt es aus allen Lautsprechern quer übers Schwimmbadgelände in Kreuzberg.

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Freibadgefühle.

Fast wie früher.
Prinzenbad.
Die Kids springen immer noch rebellisch über die Längsseiten.
Der Bademeister versucht sich in Erziehung.
Vieles ist gleich geblieben.
Am Kiosk gibt es neben Schwimmreifen noch immer Pommes-rot-weiß und quietsch-bunten Puffreis.
Doch das Fußball spielen auf verstrohter Wiese ist nicht mehr erlaubt.
Und neben Molle, Cola und Lagnese-Eis gibt es jetzt auch biologisch vertretbare Ostmost-Brause.
Ach ja, und die Sommerferien, die haben jetzt die anderen.

Quark.

im A.Horn.
Auch die Wespen finden’s super.
Und hiernach ein „Knickerchen“ unter einer dieser Trauerweiden am Landwehrkanal.
Ich sage: Warum eigentlich nicht? Was kann es denn Besseres geben?
Waschmaschinen kreuzen den Luftweg.
An der Kottbusser Brücke erinnert man den letzten Sommer.
Kreuzberg am Sonntag.
Mit favourite D.

Segeln – Papaja Style.

Segelurlaub in den Masuren. Polen. Seenplatte. Ihr wisst schon.
Skipperteam Ka-Os reloaded.
Dieses Mal Papaja Style.
Nur des Bootsnamens wegen, ist ja klar.
Bei drei Booten macht das einen Obstsalat aus Papaja, Kiwi und einer Pomelo.
Das Wetter heiter bis wolkig, die Laune untrübbar.
Es schippert sich sehr gut auf der masurischen Seenplatte.
Übelkeit gab es – wenn überhaupt – nur des Seegangs wegen (aus Versehen).
Wer die Wasserpistole hat, ist klar im Vorteil.
Darauf erstmal ’ne Wurst.
Oder doch zuerst das Seglerbier? Oder war es Seglermilch?
Am Ende ist man leicht verwirrt.
Alles klar zur Wende? Ist klar.
Gin Tonic? dziekuje!

Feeling Thailand

Mitten in Wilmersdorf.
Ein Ausflug auf die Thaiwiese mit T.
Irgendwie ein absurdes Schauspiel.
Junge und Alte, vor allem Frauen, sitzen auf Decken mit mitgebrachten Friteusen und Bratpfannen und
mit in Plastikflaschen vorgemixten pinken Drinks unter ihren Sonnenschirmchen.
Fünf Euro der Einheitspreis.
Dort brutzeln sie Hühnchen und Fisch, vielleicht auch Insekten.
Der Papaya-Salat wird vor unseren Augen gestampft.
Heiß ist es heut. Unter ein paar Bäumen lädt ein schattiges Plätzchen zur Pause vom Essen ein.
Inmitten der Wiese ein brasilianischer Caipirinha-Stand mit Stammkunden, der nach dem tiefen Blick ins Glas gut torkelt.
Sympathisch. Hier bleiben wir.

Spreefahrt.

Mit dem Motorboot über die Spree.
Über die Kanäle durch die Stadt.
Fast wie die Queen, als wir winkend am Schloss Bellevue vorbeischippern.
Die Strandbar-Gäste am Hauptbahnhof sind neidisch. Absolut zu Recht.
Als wir den Heimathafen wieder anpeilen zeigt sich der Mond so groß wie nie am Horizont.

Ferienkommunismus reloaded.

Sparen wir uns den Kommentar und verweisen auf die Vorjahre?
Ein bisschen ist man dazu verleitet.
Denn die Schilder sind dieselben. Der Zeltplatz ist es auch.
Überall Glitzer und Verkleidung.
Wer Konfetti und vielleicht auch was anderes hat, zieht viel Liebe eben noch Unbekannter an.
Die Turmbühne lasert. Dieses Jahr ist sie ganz Turm.
Was Ton Steine Scherben nicht mehr bringen, macht heute Feine Sahne Fischfilet.
Der neue Punk mit aufblasbaren Killerwalen, die durch die Menge hopsen.
Ein Fischteich.
Bunt wird’s so richtig dann, wenn es dunkel wird.
Dort spielen sie mit Feuer. Feuerbälle kullern wie Murmeln ihre Bahn. Brennt alles ab!
Woanders führen Roboter Liebestänze auf. Man elektrisiert sich.
Eine französische Märchenkreatur flitzt mit Geigen spielenden Trollen übers Gelände.
Im Hintergrund wummsen die Bässe der Turmbühne.
Das alles vier Tage lang.
Dann ist er vorbei der Ferienkommunismus bei vegan food und Energy Balls.
Alles ganz natürlich.

neulich so? 2014

Midsommar auf Åland

Ja, so schön wie im IKEA-Katalog.
Es ist Nacht, wenn die Sonne gar nicht recht unter- und dann schon gleich wieder aufgeht.
Ein Sommerhaus auf Åland die Kulisse.
Eine Gruppe schwedischer Freunde und wir.
Teams bilden fürs Frühstück, Mittag-, Abendessen und die Spiele zwischendurch.
Ein Aquavit folgt immer dem Midsommarlied.
Das gehört dazu und stiftet Verwirrung beim anschließenden Spiel.
Im Vorteil ist der, der einen Aquavit weniger hatte.

Nachts in die Sauna, es ist ja noch hell.
Durchs Fenster schaut man auf See.
Derselbe ist Abkühlung direkt im Anschluss.
Das Wasser ist klar und eiskalt.

Midsommardag: Disco wie früher. Hier treffen sich alle.
Eine Band spielt Coversongs. Die Hits von früher und das Beste von heute.
Es wird mitgesungen und getanzt. Nur dunkel wird es nie.
Wer heute hier war, sieht man morgen auf der Fähre wieder.
Zurück geht’s dann nach Stockholm.

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Holunder.

Holunderblütenzeit.
Zeit für die Sirupküche.

1 unbehandelte Zitrone
1 unbehandelte Orange
1 kg Zucker
25 g Zitronensäure
25 St. Holunderblüten

Zeit und Geduld

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Paternoster-Rebellion.

Mittag mit C. über den Dächern der Stadt.
Dorthin darf man hier noch in den Paternoster steigen.
Wer weiß, wie lange noch.
Den Führerschein habe ich nämlich nicht.
Im Auswärtigen Amt.

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Pfaueninsel.

Mit der S-Bahn nach Wannsee und dann mit dem Rad zur Pfaueninsel.
Wie früher, als zuletzt hier gewesen, bringt eine kleine Fähre vom Fest- aufs Eiland.
Keine fünf Minuten für eine Reise in andere Zeit.
Hier gibt es noch Schlösser, die für eine Geliebte als Liebesnest gebaut wurden.
Man kann es sich bildhaft vorstellen.
Auf der Wiese grasen Wasserbüffel.
Vor der Meierei schlagen Frauen im historischen Kostüm Butterberge und erklären den Kindern die Welt.
Im Feuer brutzeln Waffeln.
Und immer mal wieder kreuzen Pfaue den Weg.
Und sieht man sie nicht, so hört man sie doch rufen von irgendwo hoch oben im Baum.
Und übrigens, wer hätt’s geahnt? Auch schneeweiße Pfaue gibt es.

Schillergärten

für Chillergärtner.
Oder so.
Mittagspause.
Mit Kaffe von der mobilen Kaffeebar.
All das auf dem Tempelhofer Feld.
Kurz vor der Arbeit.

Karla im Kala

Eine Überraschung von favourite D. für special K.
Wie wär’s mit Fisch? Um meiner Ecke gibt es Kala.
Ein Fischrestaurant in Neukölln.
Erst kürzlich aufgemacht und doch schon Geheimtipp.
Die Einrichtung liebevoll, der Fisch leckerst.
Am Ende erklärt mir der Koch, was Kala bedeutet.
Schwarm, etwa eine Menschenmenge, aber auch der Fischschwarm im Meer.
Ich verrate ihm meinen Vornamen und mein Sternzeichen und plötzlich macht alles Sinn.

Flohmarkt.

Eene, meene, miste, Trödel in die Kiste.
M. und ich verkaufen heute Dinge, die andere viel besser gebrauchen als wir auf dem SOLOH-Markt
an der Lohmühle.
Wäre der Velothon nicht gewesen, wäre der Gewinn beträchtlicher gewesen.
So blieb es sonniger Flohmarkttag mit Bär und gleichfarbigem Hund.

Karneval der Kulturen – the Fest

Das Fest zum Karneval am Blücherplatz.
Minimal weniger voll als gestern.
Aber voll.
Wir trinken Orangensaft und gucken Kindern beim Pappburgen bauen zu.
Kulinarisch gibt’s das volle Programm.
Und einen Clown, der sich ein Superman-Emblem in die Brustbehaarung rasiert hat.
Sein riesiges Einrad besteigt er heute vermutlich trotz der Hilfe zweier Unbeteiligter nicht mehr.

My kind of Karneval.

Vor der Tür Menschenmassen und betrunken pöbelnde Ausflugsgäste.
Karneval der Kulturen ist ruppig geworden.
My kind of Karneval:
Dachterasse.
Im Hintergrund trommelt der Umzug.
Ein Stück Rhabarberkuchen zum Kaffee.