Panorama Bar Dialoge – Pt. CDLXVIII

„Bist du drauf?“
„Nee.“
„Besoffen?“
„Nee.“
„Okay, willst du einen Schluck? Nur Wasser, ehrlich.“

9h morgens.
„Kaffee?“

„Heeeeeeey!“
„…“
„Ihr seid beide voll schön!“
„…“
„Ihr seid beide voll groß! Wie ich!“
„…“
„Bis später!“

„Hallo! Bist du rasiert?“

„Hast du eine Zigarette? Warum stehst du hier eigentlich so rum? Darf ich mal ziehen? Ein Glück rauchst du nicht nass. Ich bin Dennis. Ich komm‘ aus Frankfurt Oder.“

Au revoir BXL.

[audio:http://www.zwischenseite.de/audio/nemequittepas.mp3]
So schnell vergeht ein Jahr.
Es war nicht immer leicht mit dir, Braxel.
Liebe auf den dritten Blick. Vielleicht.
Aber du warst zum Ende wirklich schön.
Und ich muss sagen, ich werde dich vermissen.
Das hätte ich nicht gedacht.
Hast du mich am Ende vielleicht doch emotional erpresst?
Mit deinen schönen Seiten?
Mit Marolles? Mit E.? Mit den Leuten, die ich hier getroffen habe und die zu Freunden wurden?
Du wirst mir fehlen.
Heute geht es heimwärts, zurück nach Berlin.
Aber meinen Brüssel-Buddy, mein Fahrrad, das nehm ich mit.
Ich komme bald wieder, Braxel. Halt solang die Stellung, ja?

Merci à tous les amis bruxelloises!

Aufbruch.

letzte Wege durch Marolles.
letztes Winken im Marsellais.
Natürlich treffe ich Nachbarn.
Erste Tränchen.
Farewell’s never easy. Hab ich gehört.
Tschüssi, Marolles, du kleine hübsche Teilzeitheimat.

Abschiedspicknick.

Im Parc Royal.
Schön, dass ihr dabei wart.
Ihr werdet mir fehlen. So viel ist klar!
Morgen dann wieder aus Berlin.

Merci!

Moules Frites Abenteuer.

E. und ich arbeiten die things-to-do-before-you-leave-Liste ab.
Immer noch nicht probiert habe ich das Brüsseler oder Belgische Nationalgericht.
Muscheln mit Pommes.
Im Renaissance bekommen wir genau das.

Gentse feesten.

In Gent feiern sie ständig und das lang.
Obwohl die Stadt gar nicht so groß ist, sind über die Stadt mehr als 25 Bühnen verteilt.
Ein gratis Musik-Festival für alle.
Ausflug ins flämische Gent.
Mein erster Ausflug außerhalb Brüssels in Belgien.
Dort Swing, hier Zirkus, woanders geben sie Salsa-Tanzkurse, eine ungarische Folkloreband begeistert am Straßenrand, wieder andere tanzen irische Volkstänze.
Es hätte wohl ewig so weitergehen können, wenn, ja wenn da dieser belgische Regen nicht jedes Mal wäre…

http://www.gentsefeesten.be

Die cool kids von Marolles

haben dem spanischen Schnulzensänger mit seiner Klampfe kurzerhand das Mikro geklaut
und machen ihr eigenes Programm. Weniger Schnulzen, mehr Rhythmus.
Unglaublich gut und gleichzeitig irgendwie… süß.

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letzte Tage à BXL

Abschied in kleinen Schritten.
Abschied von Brüssel, Abschied von Marolles, Abschied von den Nachbarn.
Abschied vom Balkon zur Stadt am Place Polaert.
Bittersweet.
Revue: Es war nicht immer leicht mit dir, Braxel, und wohl auch keine love at first sight.
Aber ich habe dich mögen gelernt und du wirst mir fehlen. A city ’not yet living up to its potential‘. Sicherlich das. Aber auch eine Stadt not pretending to be cooler than it actually is.
Das finden wir gut. Merci.

Eene, meene, miste, Leben in die Kiste. Again.

Parlamentarium

Das interaktive Besucherzentrum des Europäischen Parlaments.
Gratis. Auch in deiner Sprache. Sollte man sich vielleicht mal angucken.
Haben wir deshalb gemacht. Am verregnetsten Juli-Tag der Welt.

Mädchenfete.

A night out.
Weil die Niederlande gewonnen haben. Und E. Niederländerin ist.
Im Lava gab es Wodka zum Elfmeterschießen.
Das Tanzbein schwingt im Madame Moustache.
Und dann wird nur für uns noch das Bizon aufgemacht.
Für uns und unsere Fahrräder.
Trinken mit den Barjungs. Das dürfen nur wir.
Als wir nach Hause schlendern, ist in Brüssel schon die Sonne aufgegangen.
Aber schön war es doch.

Belgien stolz – Belgien leider raus.

WM und was es aus Brüssel macht.
Das Monk hat seine Markise ausgetauscht.
Es sollte Glück bringen.
Belgien so stolz auf sein Team.
Tous ensemble, tous ensemble, hey, hey!
Argentinien nicht unbedingt besser, und doch ist Belgien heute von Argentinien aus der WM
gekickt worden.
Um uns herum in der Menge kullern Tränchen.
Die Börse bleibt heute ruhig.
Schade, tatsächlich! Sehr.

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L’amitié franco-allemande

Die deutsch-französische Freundschaft. Nun ja, vielleicht ist die heute weniger intensiv.
Es ist ja WM. In Brüssel schmilzt man ganz ohne Körperbewegung heute dahin.
O Canto lädt in den schattigen Warandepark am Musik-Kiosk.
Der „Schland“-Support in merkbarer Minderheit, aber darum geht es ja auch nicht.
Wir sind als deutsch-französisch-belgisch-niederländische Gruppe angereist.
Am Ende Deutschland weiter, Frankreich nicht. Die französischen amis kommen trotzdem mit.
Regentanz und BBQ in R.s Garten in Ixelles. Tischtennis in seinem Atelier.
L’amitié européenne, that’s what it’s all about.

O Canto – Public Viewing durch BXL

O Canto. Das ist eine kleine Gruppe WM-Begeisterter aus Brüssel, ausgestattet mit einem Lastenrad,
der hölzernen Box, Lichterkette für perfekte Abendstimmung und einem Fernseher.
Auf dem Rad durch Brüssel, Public Viewing an immer wieder neuen Orten. Public Viewing with a view quasi.
Heute: Palais de Justice, wenn Belgien gegen die USA gewinnen wird.

O Canto auf Facebook.

Turmbühnenfestival. Revived.

Auch dieses Jahr wieder. Dieses Festival, von dem alle reden. Irgendwo in MeckPomm.
Lärz. Flughafen mal gewesen. Seit Jahren Treffpunkt des Ferienkommunismus.
Ein Zaun ist hinzugekommen. Das letzte Jahr hatte Spuren hinterlassen.
Wir zelten zu zwölft.
Eine Rotznase mehr als sonst.
Da spielen Fettes Brot und Robocop Kraus. Hier Extrawelt in der Parallelwelt.
Bitte lassen Sie Ihr Hirn hier. Na gut.
Eigentlich alles so wie immer also.
Deshalb sparen wir uns den Kommentar ganz faul verweisen auf 2011-2013.

Fête de la musique.

Natürlich wird auch in Brüssel die fête de la musique gefeiert.
Hier gleich das ganze Wochenende lang über drei Tage.
Musik und Bühnen überall in der Stadt verteilt.
Techno im Skatepark, Puppetmastaz in Molenbeek.

BXL in a nutshell.

WM und was es aus Brüssel macht.
Ganz klar, wenn Belgien spielt, schließt die Innenstadt.
Excusez-nous! Wir sind zur Zeit nicht zu erreichen.

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Balkon zur Stadt.

Mit dem Aufzug auf unseren Balkon.
Vor uns liegt die Stadt. Uns zu Füßen.
Dort hinten geht die Sonne unter. Dort, hinter Hollywood.
Just an ordinary day in Marolles. Mit E.

Apéro in St. Gilles

Was in Berlin die Open Airs, sind die Apéros in Brüssel.
Afterwork-Getränk mit vielen Menschen irgendwo draußen.
Heute St. Gilles vor dem prunkvollen Rathaus.
Mit N. und M.

Too hot to move.

Über 30 Grad in der Stadt und kein Tümpel in Sicht, in den wir hineinspringen könnten.
E. und ich schleppen uns durch die Avenue Louise. Selten ist es hier so leer wie heute.
Bei Urban Outfitters ist es klimatisiert.
Deshalb und für die fancy Location lohnt ein Besuch.
Ob ich mir auch eine Styropor-Lampe baue? Vermutlich nicht.

Too hot to move. Selfmade terrace in der Rue Blaes. Einige neiden, dass sie nicht eher auf diese Idee gekommen sind. Wir ernten fröhliche thumbs up.

Out Loud Festival.

Out Loud Festival in der Beursschouwburg.
Über den Dächern Brüssels.
Mit Picknickspot und gratis Konzerten.
Heute keine geringeren als Phèdre.
Und E.’s Geburtstag.
Alors on danse.

Flying Lotus.

Brainfeeder Labelnacht im Ancienne Belgique.
Thundercat, Captain Murphy, nichts weniger als sein Rap-Projekt und Flying Lotus himself.
Es war unglaublich.
Kein anderes Wort passt besser.
Mehrere Stunden bleibt die Spucke weg.
Und kam so schnell nicht wieder.