Paris

The annual Kitsch. Valentinstag in Paris. Das Klischee bekommt Beine. Aus Versehen.
Kaum in Paris angekommen, laufen sie herum, die Parisiens avec ses Blumön pour les dames.
Oui, oui, l’amour.

Ich treffe Tiph und Yann in Barbes. Im L’International gibt es die größten Bierbecher der Welt für
Paris angemessene sechs Euro fünfzig.
Wiedersehen mit S. und P. – Pariser Bekanntschaften, inzwischen Freunde, gemacht in Berlin.
Eine Sardinenbüchse sind wir nur heute.

Mit S. Café und Pain au chocolat im Park vor dem Louvre.
Dem gemeinen Touristen entfliehen. An einem Brunnen schubsen Kinder Miniatursegelboote.
Und dann geht am anderen Ende der Seine die Welt unter. Wir wenig später auch. Hagel und Regen, einmal komplett durchnässt.

Montmartre am Sonntag. Der erste Frühlingstag lockt Touristen und Familien hierher. Sie sitzen auf den Treppen vor Sacre Coeur in der Sonne. Ich auch.
S. holt mich dort ab.
Die Shakespeare Buchhandlung in St. Michel will ich wiedersehen.
Zwischen Bücherregalen stehen Betten. Be not inhospitable to strangers, lest they be angels in disguise.
Vor Notre Dame sammelt sich eine lange Menschenschlange. Wir laufen hindurch.
Weiter bis zum Centre George Pompidou. Aufs Dach kommen wir heute nicht mehr. Zu kurz die Zeit, zu lang die Menschentraube davor. Einem Gitarrero hören wir dabei zu wie er „Lemon Tree“ auf seiner Klampfe spielt. Einen Fan hat er. Er sitzt mit von sich gestreckten Beinen vor ihm und singt laut den Refrain jedes Songs mit.

Der letzte Abstecher gilt Père Lachaise, dem Friedhof, wo sie alle begraben sind, die Größen aus Paris. Bizet, Chopin, Piaf und Morrison.
Adieu, Paris, adieu. Du bist so kitschig schön.