This could have been a story.

Sie sitzt in der U-Bahn. Die U7 ist voll wie immer um diese Zeit. Die Menschen haben Feierabend, sie fahren nach Hause und sie tut das auch. Sie ist gealtert die letzten Jahre. Dass sie raucht, sieht man ihr an. Die Lederjacke verjüngt sie, denkt sie und trägt sie daher etwas eitel. Ihre Arbeitskollegin, mit der sie den Weg bis hierhin bestritten hat, hat sich eben verabschiedet. Zuvor wurde ihr gesagt, dass sie der anderen Lieblingskollegin sei. Sie wusste nicht recht, wie mit dem Kompliment umzugehen und sagte einfach nichts, wechselte das Thema.
Nun fährt sie die restlichen Stationen allein. Sie holt ihr Buch raus. Ihre Hände zittern.
Wem es auffällt.
Es fällt ihm auf, der nur einen Platz Zwischenraum lassend neben ihr sitzt. Er hält sich an seinem „Rentnershopper“ mit Tigerprint fest. Aus den Flipflops schauen seine Männerzehen. Eigentlich ist es viel zu frisch draußen, um Flip Flops zu tragen. Er gleicht dieses Defizit mit einem Fleece-Pullover wieder aus.
Er ist es, der auf auf ihre zitternden Hände schaut und lächelt. Spottend? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Seine Lippen formen Sätze. Er spricht zu ihr, ohne zu sprechen. Kein Ton. Nur ein Blick und die geformten Lippen.
„Entschuldigen Sie, ich liebe Sie leicht – Sie und ihre zitternden Hände, die sich an dem Buch festhalten“.
This could have been the story. In der U7. Warum nicht.