Über den Hinterhof des Berliner Ensembles…

… kamen wir hereinspaziert in eine kleine Wunderwelt.
Hier die Jahrmarktbühne, auf der gestern genauso gut noch Hasen aus dem Hut
und Frauen in drei Teile gezaubert worden sein könnten.
Heute kündigt sie Wiener Lieder an.
Dort ein Treppengeländer an der Ziegelwand, auf der bestimmt schon jemand amerikanische
Gefühle à la „West Side Story“ bekam.
In den Bäumen hängen Lichterketten, sie hauchen den Hof in ein warmes Sommerabendlicht.
Im Hintergrund die Bühne für morgen.
Ein Kronleuchter hier, eine schwarze Wand dort.
An Gartentischen trinken wir ein Glas vom weißen Wein.
Am Nachbartisch unterhalten sich Schauspieler über vergangene
und kommende Aufführungen.
Wir schleichen wieder heraus.
Ganz unverhofft.
Wer morgen kommt, stößt bestimmt auf einen leeren Platz. Diesen Ort, den gibt es nicht.